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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schuldner hat ein paar Fragen. Unter anderen.. Privatinsolvenz oder nicht?



Vulkanier
17.03.2012, 21:55
Hallo Leidensgenossen und Leidensgenossinnen.

Immer wieder habe ich über das Thema Privatinsolvenz nachgedacht.
Meine Gerichtsvollzieherin meinte mal das dies unsinnig wäre solange ich nur ALGII beziehe.

Nun bessert sich meine Berufliche und Finanzielle Situation nach und nach... wird auch Zeit mit über 30 inzwischen. Beziehe aber immer noch ALGII und habe einen miniJob. Demnächst könnte ich eine Teilzeitstelle oder sogar Vollzeit bekommen.
Das liegt auch am Druck des Jobcenters zu welchem ich jeden Monat zum Gespräch muss.


Da der Arbeitsmarkt aber Mau ist und ich ein paar Fähigkeiten habe wollte ich diese Nutzen um auf Selbständiger Basis weiteres Einkommen zu generieren.

Von dem Geld wollte ich dann auch etwas beiseite Legen um meine Schulden (Vermutlich 15-20.000 verteilt auf geschätzt 6 Gläubiger) per Vergleich in geringeren Summen los zu werden.


Sorgen macht mir das Thema Selbständigkeit, weil eventuelles Arbeitsgerät vielleicht gepfändet werden könnte. Ebenso weil wenn ich ein Geschäftskonto eröffne, selbiges gepfändet werden könnte. Sofern ich überhaupt eines bekommen würde.... wenn ich alles auf mein P-Konto gehen lassen würde, wäre die Übersicht kaum gegeben und der Freibetrag sofort überschritten.

Ich bin daher wohl auf Barzahlende Kunden angewiesen.

Ich habe seit Jahren keine neuen Schulden gemacht, war alles wegen Naivität , Schüchternheit und Panik entstanden. Der größte Schuldenberg liegt bei Telefongesellschaften, hinzu kommen noch etwa 2-3 Gläubiger welche auch alle paar Wochen mit Briefen Terror machen (HFG und Deutscher Inkassodienst).
Immerhin gehe ich mittlerweile wieder Täglich an meinen Briefkasten, es gab eine Zeit wo selbiger überquellte. Vermutlich hat meine Psychotherapheutin damals auch ein wenig geholfen diese Ängste zu überwinden.


Nun meine Fragen.

1. Sollte ich in die Privatinsolvenz, oder versuchen noch 2,3 Jahre etwas beiseite zu Legen (nächste EV ist ende des Jahres fällig) ?
2. Gibt es eine Möglichkeit Selbständig zu sein und ein Konto zu führen ohne etwaige Gründung Juristischer Personen?
3. Wenn man in der Privatinsolvenz wäre, würde trotzdem alles über dem Freibetrag abgeführt werden? So das Gewinne des Unternehmens, welche für Neuanschaffungen oder etwaige Beiträge (HWK, IHK, BG etc.) gedacht waren einfach futsch wären?
4. Wird der Arbeitgeber über die Privatinsolvenz infomiert?
5. Stimmt es das man bei Start der Privatinsolvenz seine Konten alle verliert?
6. Da ich für die Selbständigkeit und aus anderen Gründen eigentlich ein Auto anschaffen wollte (kleiner Gebrauchtwagen, der Gerichtsvollzieherin ist das egal aufgrund des geringen Wertes) um Mobil und flexibler zu sein etc. ist auch die Frage wie es mit der Versicherung ist. Ich habe gehört das eine Schufa Abfrage gemacht würde und man als Schuldner oder in der Inso die Kosten für 1 Jahr im Voraus zahlen müsste, so wie die Kasko verweigert werden würde. Stimmt das? :(

debtor
17.03.2012, 23:20
1. Sollte ich in die Privatinsolvenz, oder versuchen noch 2,3 Jahre etwas beiseite zu Legen (nächste EV ist ende des Jahres fällig) ?
2. Gibt es eine Möglichkeit Selbständig zu sein und ein Konto zu führen ohne etwaige Gründung Juristischer Personen?
3. Wenn man in der Privatinsolvenz wäre, würde trotzdem alles über dem Freibetrag abgeführt werden? So das Gewinne des Unternehmens, welche für Neuanschaffungen oder etwaige Beiträge (HWK, IHK, BG etc.) gedacht waren einfach futsch wären?
4. Wird der Arbeitgeber über die Privatinsolvenz infomiert?
5. Stimmt es das man bei Start der Privatinsolvenz seine Konten alle verliert?
6. Da ich für die Selbständigkeit und aus anderen Gründen eigentlich ein Auto anschaffen wollte (kleiner Gebrauchtwagen, der Gerichtsvollzieherin ist das egal aufgrund des geringen Wertes) um Mobil und flexibler zu sein etc. ist auch die Frage wie es mit der Versicherung ist. Ich habe gehört das eine Schufa Abfrage gemacht würde und man als Schuldner oder in der Inso die Kosten für 1 Jahr im Voraus zahlen müsste, so wie die Kasko verweigert werden würde. Stimmt das? :(

Hallo Vulkanier!

1.
Ist abhaengig davon, ob mit hoher Wahrscheinlichkeit genuegend Finanzmittel fuer zustimmungsfaehige Vergleiche angesammelt werden koennen. Um beispielsweise 20.000 Euro Altlasten vergleichweise regulieren zu koennen, duerften unter sehr guenstigen Umstaenden 6.000 Euro ausreichen, es koennten unter sehr unguenstigen Zustaenden aber auch 20.000 Euro erforderlich werden.

2.
Ja.

3.
Nein.

4.
Im Regelfall ja, bei Minijob habe ich keine Ahnung.

5.
Nein.

6.
Erfahrungen sind sehr unterschiedlich, meist aber Vorkasse Jahresbeitrag erforderlich, Kasko kann schwierig werden, Kasko fuer kostenguenstigen, gebrauchten Kleinwagen im Regelfall unwirtschaftlich.

Vulkanier
17.03.2012, 23:41
Hallo debtor,

danke für deinen Beitrag.

1. Also für 6.000.- müsste ich aufgrund meiner aktuellen Finanziellen Lage wohl mindestens 30 Jahre sparen. Da macht die Inso dann wohl echt Sinn.
Andererseits erhöht es auch die Wahrscheinlichkeit das die Gläubiger sagen ok statt 800.- was mal 90.- waren nehmen wir 100.- als Vergleich an. Alternative wäre das sie vielleicht gar nichts bekommen.
Mit 50% hat man natürlich bessere Chancen also mit 10%. Aber ich weis nicht wie die Gläubiger so drauf sind nach 10 oder 15 Jahren des Wartens.

2. Also gemeint war natürlich nicht ein normales Konto sondern ein extra Geschäftskonto für Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit.

3. Klingt gut, wie bewerkstelligt sich das?

4. Sehr ungünstig... mein aktueller Chef vermutet ja schon das ich Schulden habe. Witzelt gerne mal darüber. Aber will eine neue Stelle... nur will ich da nicht gleich wieder raus fliegen nur weil ich in die Inso gehe.. wer will das schon...

5. Sehr gut, danke.

6. Naja, 90eur Jährlich für einen sagen wir 2.000.- Wagen finde ich nicht so unwirtschaftlich. Das mit dem Jahresbeitrag wäre fatal... man verhandelt mit der Versicherung die freuen sich über einen Abschluss und neuen Kunden und am ende müssen sie das alles so umwandeln mit pro Jahr... könnte ja sagen aus Finanziellen Gründen pro Monat... pro Jahr ist ja viel Riskanter finde ich... sind ja auch mal eben an die 900.- Verrückt :(

Inkassoangestellte
18.03.2012, 00:03
1. Also für 6.000.- müsste ich aufgrund meiner aktuellen Finanziellen Lage wohl mindestens 30 Jahre sparen. Da macht die Inso dann wohl echt Sinn.
Andererseits erhöht es auch die Wahrscheinlichkeit das die Gläubiger sagen ok statt 800.- was mal 90.- waren nehmen wir 100.- als Vergleich an. Alternative wäre das sie vielleicht gar nichts bekommen. Das ist Wunschdenken.
Mit 50% hat man natürlich bessere Chancen also mit 10%. Aber ich weis nicht wie die Gläubiger so drauf sind nach 10 oder 15 Jahren des Wartens. Manche nehmen alles und manche sind mit echt wenig zufrieden, aber das sind die wenigsten.

:(
.

Vulkanier
18.03.2012, 00:21
Was meinst Du mit Wunschdenken? Ich bin seit Jahrzehnten unter der Pfändungsfreigrenze... hätte ich damals schon die Privatinsolvenz gemacht dann hätten die Gläubiger nunmal keinen Cent gesehen...
Und jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise sinkt die Wahrscheinlichkeit dafür nun auch nicht gerade.

Aber ja, die wenigsten geben sich wohl mit wenig zufrieden. Dann müssen sie nun einmal mit nichts Leben wenn sie nicht mit wenig Leben wollen.


Bin aber noch immer unentschlossen.

Bisher habe ich die Insolvenz aus gründen der Jobsuche lieber gelassen. Außerdem dachte ich das mein Geld von jemand anderes Verwaltet wird.
Ebenso weis ich das die Schulden nach der Inso ja nicht verschwinden, die Gläubiger haben nur keine rechtliche Handhabe mehr sie einzufordern.
Ein Vergleich hingegen wäre ja eine gütige Einigung wovon beide Parteien etwas hätten.

debtor
18.03.2012, 09:38
Hallo Vulkanier,

mit Vergleichen ist das nicht so einfach, wie Du es Dir vorzustellen scheinst.

Tendenziell gilt zwar, je aelter Schuldner und Forderung und je schlechter die nachhaltige wirtschaftliche Perspektive des Schuldners, umso besser die Chance auf guenstigen Vergleich, aber gerade juengere praktische Erfahrungen weisen sehr grosse Streuung der Ergebnisse auf.

Wie gesagt, unter guenstigen Umstaenden brauchst Du fuer Deine aussergerichtliche Schuldenregulierung unterm Strich 20 bis 30 %, unter sehr unguenstigen Umstaenden wirst Du unterm Strich nicht allzu viel Forderungsverzicht erreichen koennen.

Gerade Gosseninkassobanden und Verwerter ausgeklagter Forderungen, hinter denen oft Organisiertes Verbrechen steht, gehen absolut skrupellos vor, um den letzten Cent aus dem Schuldner herauszuquetschen.

E r t
18.03.2012, 10:10
Sorgen macht mir das Thema Selbständigkeit, weil eventuelles Arbeitsgerät vielleicht gepfändet werden könnte. Zur Erwerbstätigkeit erforderliche Gegenstände sind unpfändbar, § 811 Abs. 1 Nr. 5 ZPO.

debtor
18.03.2012, 23:16
Demnächst könnte ich eine Teilzeitstelle oder sogar Vollzeit bekommen.

Da der Arbeitsmarkt aber Mau ist und ich ein paar Fähigkeiten habe wollte ich diese Nutzen um auf Selbständiger Basis weiteres Einkommen zu generieren.


Hallo Vulkanier,

versaeumte gestern leider in der Eile Hinweis aus sehr interessante Gestaltungsmoeglichkeit:

Wenn Du eine insolvenzrechtlich angemessene Vollzeitstelle hast und im Nebenerwerb nach Feierabend eine selbstaendige Erwerbstaetigkeit ausuebst, musst Du nur aus deinem Einkommen aus der insolvenzrechtlich angemessenen Vollzeitstelle an den Treuhaender abfuehren, Dein Einkommen aus der selbstaendigen Taetigkeit im Nebenerwerb verbleibt in voller Hoehe bei Dir.

Exberliner
18.03.2012, 23:51
Hallo Vulkanier,

versaeumte gestern leider in der Eile Hinweis aus sehr interessante Gestaltungsmoeglichkeit:

Wenn Du eine insolvenzrechtlich angemessene Vollzeitstelle hast

Eine neue Definition im Insolvenzrecht?:D

und im Nebenerwerb nach Feierabend eine selbstaendige Erwerbstaetigkeit ausuebst, musst Du nur aus deinem Einkommen aus der insolvenzrechtlich angemessenen Vollzeitstelle an den Treuhaender abfuehren, Dein Einkommen aus der selbstaendigen Taetigkeit im Nebenerwerb verbleibt in voller Hoehe bei Dir.

Diese Gestaltungsmöglichkeit ist im eröffneten Verfahren nicht anwendbar. Im eröffneten Verfahren gehört jeglicher Vermögenszuwachs zur Masse.
Also sowohl der pfändbare Teil des Einkommens aus abhängiger Beschäftigung als der volle Gewinn aus Nebenerwerb geht an die Masse.
Als sehr unwahrscheinlich ist die Freigabe eines nebenberuflichen Gewerbes gem. § 35 (2) InsO zu erwarten.

In der WVP mag diese Konstellation funktionieren.

Das Problem ist dass es die Verfahren immer länger offen gehalten werden.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

- Überlastung der Gerichte
- Überlastung der IV/TH
- das Generieren von Masse in dem auf Steuerrückerstattungen gewartet wird
- teilweise die Gier der IV/TH die auf höhere Vergütungen spekulieren

Bei einer Konstellation abhängig beschäftigt und im Nebenerwerb selbständig ist nicht mit einer schnellen Aufhebung des Verfahrens zu rechnen.

Es wäre besser gewesen Du hättest dieses "Versäumnis" in der Schublade gelassen bis Vulkanier in der WVP ist.

Gruß
Exberliner

Denys
19.03.2012, 00:17
Dein Einkommen aus der selbstaendigen Taetigkeit im Nebenerwerb verbleibt in voller Hoehe bei Dir.
Und wenn Einkommen aus selbstständigen Tätigkeit im Nebenerwerb auch Hoch ist, bleibt das trotzdem bei mir? Z.B. Gehalt 2600,- (4 Unterhaltspflichtige Personen)
und dazu noch ca. 1000-1500 Euro aus Nebengewerbe.

debtor
19.03.2012, 01:29
Diese Gestaltungsmöglichkeit ist im eröffneten Verfahren nicht anwendbar. Im eröffneten Verfahren gehört jeglicher Vermögenszuwachs zur Masse.
Also sowohl der pfändbare Teil des Einkommens aus abhängiger Beschäftigung als der volle Gewinn aus Nebenerwerb geht an die Masse.
Als sehr unwahrscheinlich ist die Freigabe eines nebenberuflichen Gewerbes gem. § 35 (2) InsO zu erwarten.

In der WVP mag diese Konstellation funktionieren.

Das Problem ist dass es die Verfahren immer länger offen gehalten werden.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

- Überlastung der Gerichte
- Überlastung der IV/TH
- das Generieren von Masse in dem auf Steuerrückerstattungen gewartet wird
- teilweise die Gier der IV/TH die auf höhere Vergütungen spekulieren

Bei einer Konstellation abhängig beschäftigt und im Nebenerwerb selbständig ist nicht mit einer schnellen Aufhebung des Verfahrens zu rechnen.

Es wäre besser gewesen Du hättest dieses "Versäumnis" in der Schublade gelassen bis Vulkanier in der WVP ist.

Gruß
Exberliner


Hallo Exi,

vielen Dank fuer diese sehr wichtige Ergaenzung.

Aus Insolvenzthemen sollte ich mich kuenftig raushalten.

Vor Beginn der Wohlverhaltensperiode sollte der abhaengig beschaeftigte oder Sozialleistungen beziehende Insolaner gegenueber seinem Insolvenzverwalter bzw Treuhaender das Thema beabsichtigte Selbstaendigkeit tunlichst vermeiden zu erwaehnen, um keine schlafende Hunde zu wecken.

debtor
19.03.2012, 01:31
Und wenn Einkommen aus selbstständigen Tätigkeit im Nebenerwerb auch Hoch ist, bleibt das trotzdem bei mir? Z.B. Gehalt 2600,- (4 Unterhaltspflichtige Personen)
und dazu noch ca. 1000-1500 Euro aus Nebengewerbe.

Hallo Denys,

ja, sofern Du in der Wohlverhaltensperiode bist.

Bitte beachte unbedingt das obige Posting von Exberliner.

Denys
19.03.2012, 02:25
Danke debtor und Exberliner,
Bei mir ist erst am 02.03.12 eröffnet worden. Aber Gewerbe anmelden muss ich trotzdem, das verlangt auch meine jetzige Arbeitgeber, wo ich auch Gehalt bekomme.

Vulkanier
19.03.2012, 10:05
Als sehr unwahrscheinlich ist die Freigabe eines nebenberuflichen Gewerbes gem. § 35 (2) InsO zu erwarten.

Was bedeutet das?

Was mein Gewerbe angeht.
Aktuell habe ich keines... aktuell habe ich auch nur einen miniJob.
Demnächst wohl Teilzeit... und halt Gewerbe... wenn ich überhaupt Inso anmelde dann wohl erst wenn ich mir ein Auto angespart habe.... also wohl nicht mehr dieses Jahr...
EV steht ende des Jahres an... also mal sehen.

Mit Vollzeit rechne ich nicht. Viele zahlen so wenig das ich auf ALGII parallel noch ein Anrecht habe.... und wenn die hören Selbständigkeit sind sie auch oft abgeschreckt.
Kein Wunder... zahlen die oft 7-9eur während ich in Selbständigkeit bei 30-100eur verdiene (natürlich mit entsprechenden Risiken und nicht durchgehend 8h Täglich)

debtor
19.03.2012, 10:48
Was bedeutet das?


Hallo Vulkanier,

in der Praxis bedeutet dies, dass vor Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens das Ergebnis einer selbstaendigen Taetigkeit im wesentlichen fuer die Katze waere.

Vulkanier
19.03.2012, 11:31
Hallo Vulkanier,

in der Praxis bedeutet dies, dass vor Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens das Ergebnis einer selbstaendigen Taetigkeit im wesentlichen fuer die Katze waere.

Du meinst das man nicht reich werden kann dadurch?
Das ist einer der Gründe wieso ich über Vergleiche nachdenken würde ;)

Auf der anderen Seite... vieles was ich selbständig machen würde, mache ich heute als Hobby. Im Endeffekt wäre es so oder so von vorteil, weil ich die Kosten die ich jetzt habe dann als Kosten Deklarieren könnte.
Währenddessen es aktuell einfach nur als Ausgaben für Privatvergnügen gelten würde. Allein das erhöht ja bereits mein Privatvermögen, weil ich kosten absetzen kann.

Das alles was man über der Pfändungsfreigrenze verdient futsch ist... ist ja leider klar... darum macht es mir auch Sorgen bzgl. Rücklagen und co.
Viele die ich kenne haben einen Vollzeitjob und verdienen Selbständig eher am Wochenende was dazu (macht bei manchen so 1.200.- im Monat extra).
Andere machen es Hauptberuflich oder haben Geschäfte.


Was ich mich auch Frage.... da ich wohl viele Barzahler haben werde (aufgrund der Zahlungsmoral heutzutage ist das auch besser) könnte das mit dem Verlust sich in grenzen halten oder? Ich könnte ja was beiseite packen und Überschuss erst am Jahresende an den IV geben oder muss das immer am Monatsende gemacht werden? Immerhin kommt am Jahresende ja noch evtl. die Erwerbssteuer auf einen zu und da braucht man entsprechend auch etwas an Rücklagen...

Rächer
19.03.2012, 11:45
Ich will dem Themeneröffner nicht zu nahe treten, aber ich habe Zweifel daran, dass seine Selbständigkeit funktioniert. Mir macht es nicht den Eindruck, als hätte er die Konsequenz ein Gewerbe mit allen Pflichten durchzuführen.

Es klingt, als würdest du nur eine Teilzeitstelle annehmen, weil die ARGE Druck macht. Deine Schulden dümpeln seit Jahren vor sich hin. Bevor du ein Gewerbe eröffnest, solltest du es wahrlich mal mit einem Vollzeitjob versuchen. Nahezu 20 % der Bevölkerung arbeiten für einen Lohn von nur 7 - 9 EUR. Das mit 30 EUR Stundensatz bei Selbständigkeit ist sehr verlockend, aber dann kommt da noch die Krankenkasse, das Finanzamt, berufsgenossenschaft usw. Die alle wollen Geld haben und schon sind von den 30 EUR nur noch 15 EUR übrig. Und dann wird es immer wieder Kunden geben, die nicht bezahlen und schon bleiben von den 30 EUR dann auch nur noch 7 - 9 EUR.

debtor
19.03.2012, 11:47
Hallo Vulkanier,

Aufnahme selbstaendiger Erwerbstaetigkeit macht aus Schuldnersicht wohl im Regelfall erst nach Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens in der Wohlverhaltensperiode Sinn. Dies im Idealfall in Konstellation insolvenzrechtlich angemessene abhaengige Vollzeittaetigkeit in Verbindung mit nebenberuflicher Selbstaendigkeit, denn dann waere nur aus dem abhaengigen Dienstverhaeltnis abzufuehren. Waehrend des gerichtlichen Insolvenzverfahrens am besten insolvenzrechtlich angemessenes Dienstverhaeltnis oder Sozialleistungsbezug. Gegenueber dem Treuhaender/Insolvenzverwalter keine Andeutungen betreffend beabsichtigte Selbstaendigkeit, sondern den Treuhaender/Insolvenzverwalter nach Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens vor vollendete Tatsachen stellen.



Was ich mich auch Frage.... da ich wohl viele Barzahler haben werde (aufgrund der Zahlungsmoral heutzutage ist das auch besser) könnte das mit dem Verlust sich in grenzen halten oder? Ich könnte ja was beiseite packen und Überschuss erst am Jahresende an den IV geben oder muss das immer am Monatsende gemacht werden? Immerhin kommt am Jahresende ja noch evtl. die Erwerbssteuer auf einen zu und da braucht man entsprechend auch etwas an Rücklagen...

Loesungsansatz vor Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens nach meiner Einschaetzung mindestens sehr problematisch oder moeglicherweise auch illegal. Kann mich irren, da ich kaum Erfahrung mit Insolvenzthemen habe. Meine eigene Altlastenregulierung erfolgte vergleichsweise.

alf-morrys
19.03.2012, 12:29
Die Jobcenter haben in der Regel spezielle Fallmanager für die Selbstständigen. Allerdings sind Selbstständigkeit und ALG II zwei Dinge, die nur schlecht zusammenpassen. Zu den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften kommen dann auch noch ein paar Nettigkeiten aus dem SGB (Zuflussprinzip, Fahrtkosten, Abschreibungen, Einkünfteanrechnung etc.), die eine selbstständige Tätigkeit, die nicht mehr oder weniger sofort und dauerhaft ordentliche Gewinne abwirft, sehr schnell wieder ersticken.

Es gibt dort jedoch die Möglichkeit, Gründungskonzepte von geeigneten Stellen (hier ist das beispielsweise die EXINA) durchchecken zu lassen; oftmals wird das auch im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung zur Auflage gemacht.

Meine persönlichen 2 Cent: Mit einem Ansatz von 30€ pro Stunde, vorwiegend Barzahlern und fünfstelligen Schulden kann man sich die Arbeit, die ein Gründungskonzept macht, gleich sparen. Nimm den Vollzeitjob und geh das Schuldenthema an. Ob langjährige Ratenzahlungsvereinbarungen oder eben doch die Insolvenz da der bessere Weg sind, erklärt eine vernünftige Schuldnerberatungsstelle.

Vulkanier
19.03.2012, 15:36
Ihr meint also ich sollte die Inso Anmelden und Schwarz Arbeiten neben ALGII Bezug oder Erwerbstätigkeit?
Habe nämlich keine Lust meine Arbeit immer wieder zu verschenken... meine letzten Arbeitsstellen habe ich alle meiner Fähigkeit zu Verdanken welche ich auch Selbständig nutzen würde.
Da ich hauptsächlich Freunde habe die selber Selbständig sind (einer hat z.B. Schulden beim Finanzamt die er aber abzahlt) kommt es auch immer wieder vor das sie sagen sie hätten Aufträge für mich.
Das lehne ich bisher aber immer ab... oder es ist so interessant das ich sage.. mache ich kostenfrei weil ich dabei was Lerne.

Das mit dem Ersticken stimmt wohl. Ein Freund von mir bezieht seit Jahren ALGII und verdient gerade mal so 2000.- im Jahr Selbständig. Aber schon seit ca. 5 Jahren.

Ein anderer hat auch dauernd Probleme mit dem JC... aber seine Buchhaltung etc. macht seine Mutter... Unterlagen etc. bei Muttern .. und das mit fast 50 ;)


Ich bin auch am schauen ob ich das ganze vielleicht nur auf Freiberuflicher Basis machen kann, dann braucht es keine Gewerbeanmeldung und auch die Zwangsanmeldungen bei HWK und BG fällt weg.

Ratenzahlung kommt jedenfalls nicht in die Tüte... Vergleich oder Inso. Aber nicht Raten an 6 oder so Gläubiger zahlen... das wäre ja Wahnsinn da jeder sicher 50.- Mindestrate will.


Bei der Selbständigkeit geht es mir zum zwei Sachen.

1. Meine Arbeitskraft nicht mehr zu verschenken und vielleicht davon Leben zu können später
2. Meine Bedürftigkeit zu reduzieren.

In Teilzeit + Selbständigkeit wäre ich z.B. das JC los, hätte aber einen 4 Stelligen Monatsbetrag für mich. In Vollzeit hätte ich einen 3 stelligen ...

Klar aus reiner Insolvenzsicht macht es keinen Sinn. Da sollte man einfach nur ne Schlechtbezahlte Arbeit haben und die auch 7 Jahre lang halten ... aber das ist mir nichts.
Mit 40 oder 50 Gewerbe anmelden finde ich etwas blöde.

alf-morrys
19.03.2012, 16:23
In Teilzeit + Selbständigkeit wäre ich z.B. das JC los, hätte aber einen 4 Stelligen Monatsbetrag für mich. In Vollzeit hätte ich einen 3 stelligen ...

Angesichts deiner Schulden wird dir in jeglicher Konstellation höchstens ein gerade so vierstelliger Betrag bleiben.

Vulkanier
19.03.2012, 17:12
Naja... relativ gesehen schon. Aber in Selbständigkeit kann ich so einiges an Ausgaben die ich habe als Kosten abschreiben. Dadurch habe ich am ende mehr.
Ich bräuchte z.B. ein Notebook für Tätigkeiten beim Kunden. Mach ich es weiter nur Hobbymäßig sind die 400-600.- dafür aus eigener Tasche weg... bei Gewerbe sind es dann Kosten und bis 400.- kann ich es sogar im Monat der Anschaffung absetzen. Bei Diversen anderen dingen ist es ähnlich. Das können im Jahr schon einige Tausend Euro sein.

Abgesehen davon fühlt man sich einfach besser wenn man sein Geld selber erarbeitet als auf ALGII angewiesen zu sein oder vielleicht einen Job zu haben der einen einfach nur nervt.


Das Privat am ende nur 1030.- bleiben ist natürlich doof... andererseits gibt es immer mehr die nicht einmal soviel Geld erhalten trotz Vollzeitjob...
Genau das ist der Grund wieso ich überlege Geld anzusparen für Vergleiche statt die Inso. Solange keine Kontopfändung besteht ist das kein Problem mit Überweisungen. Und solange nicht Monatlich Bargelder die man Erarbeitet hat gepfändet werden ist das auch kein Problem (Wobei das natürlich nur geht wenn man nicht mehr auf ergänzendes ALGII angewiesen ist.)

Das wäre natürlich die Idealsituation... Teilzeit mit ausreichend Geld... Nebengewerbe mit gutem Zuverdienst... Gewinn zum Teil beiseite Legen und dann nach und nach die Gläubiger mit vergleichen beglücken. Angefangen von dem geringsten Wert (denke so 400.-) bis zu dem höchsten (Vermutlich so 8.000.-). Hätte ich wie manch andere 100.000 oder gar 500.000 wäre das Thema nicht der Rede wert weil es Sinnlos wäre bei so einer enormen Summe. Aber im Bereich unter 20.000.- besteht ja evtl. noch die Chance sich zu einigen. Jaja die Hoffnung stirbt zuletzt...

Meine Bearbeiterin beim Amt fragte auch schon wieso ich keine Insolvenz mache. Die Gerichtsvollzieherin wiederum meinte das macht keinen Sinn wenn man sowieso keinen Job hat und alles Fruchtlos wäre.

debtor
20.03.2012, 08:21
Ihr meint also ich sollte die Inso Anmelden und Schwarz Arbeiten neben ALGII Bezug oder Erwerbstätigkeit?


Hallo Vulkanier,

von diesem Loesungsansatz ist entschieden abzuraten.

Schwarzarbeit ist illegal und wird engagiert strafverfolgt. Zudem stilisieren Massenmedien, extremistische Parteien wie die FDP und anderes Gesocks Hartz IV Leistungen beziehende Menschen zu Volksschaedlingen.

1. Alternative - systemkonform:

Erfolgschance tendiert gegen 100 %.

Sofort mit Vorbereitungen fuer Insolvenz beginnen und Insolvenz schnellstmoeglich realisieren. Bis zum Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens ganz kleine Broetchen backen. Nach Ende des gerichtlichen Insolvenzverfahrens in der Wohlverhaltensperiode beruflich neu starten.

2. Alternative - a walk on the wild side:

Erfolgschance je nach Einzelfall von gegen 0 % tendierend bis 100 %. In Deinem Fall Erfolgschance auf Basis der geposteten Informationen kleiner 50 %

Existenzsichernde Massnahmen ergreifen. Selbstaendige Erwerbstaetigkeit aufnehmen. Mittel fuer Vergleiche ansammeln. Schulden vergleichsweise regulieren.

Vulkanier
21.03.2012, 21:10
1. Was meinst Du mit kleinen Brötchen? In der Selbständigkeit nicht zuviel Geld verdienen? (Wobei.. dann könnte man ja vielleicht die Schulden auch so tilgen oder ;) )
Oder einfach nur einen schlecht Bezahlten Job machen?

2. Was verstehst Du unter Existenzsichernde Maßnahmen ?



Welche Pflichten hat man eigentlich in der Insolvenz?
Ich habe gehört das der IV einen auch Jobangebote zusendet und die manchmal ziemlich fieß sein können oder man zum Umzug gezwungen werden könnte wenn er passende Stellen hat.

Wie läuft das eigentlich mit dem Verwalten von Einkommen und dem Bankkonto?
Was ist wenn man z.B. irgendetwas verkauft und Geld auf das Konto bekommt? Und was ist wenn dadurch die 1030 überschritten werden?


Wie mehr als 1030 geschützt werden könnten wenn man Selbständig ist, das ist immer noch unklar. Aber irgendwer schrieb JA das geht .... nur wie?

Was macht man eigentlich mit seinen Einnahmen/Ausgaben etc. ? Reicht da eine 6 Monate Aufstellung an den IV welcher dann etwaigen Überschuss einfordert oder wie?

Wobei.. was ist wenn man immer noch ALGII bezieht ergänzend und ein Überschuss ja verrechnet wird mit ALGII und man ALGII nachzahlen muss an das JC?



Wie man sieht, von Inso habe ich wirklich kaum eine Ahnung wie das abläuft etc.
Auch finde ich ja die 7 Jahre heftig. Da bin ich immerhin über 40 bis das abgeschlossen ist :/
Und das für eine Forderung von vielleicht geschätzten 15.000.-... das verdient manch einer in wenigen Monaten.

Vulkanier
21.03.2012, 21:45
http://www.ra-franzke.de/beratung/verbraucherinsolvenz/faq/inso-ab-wann.html

Sieht auch nicht so toll aus.

2.500.- neue Schulden durch die Insolvenz.
Auto Futsch.... jegliche Elektrogerte wie Smartphone, Kamera oder so futsch.
Fernseher wohl nur wenns ein Riesen Klopper ist.

Lebensversicherung etc. futsch.

Und während man ohne Inso auch mal etwas über der Pfändungsfreigrenze auf dem Konto haben kann (solange keine Pfändung drauf liegt...welche in der Regel ja oft zurückgenommen wird wenn das Amtsgericht weis das man Sozialleistungen erhält)...
Ist bei der Inso Garantiert alles weg wenn man mal etwas mehr hat.

Die andere Sorge ist... sobald der neue Arbeitgeber von der Inso erfährt könnte er ja auf die Idee kommen zu Kündigen.
Wobei.. was ist wenn er sowieso nur 1.000.- ausbezahlt?
Und reicht es nicht wenn das Geld vom Konto abgezogen wird?

JA da habe ich noch einiges an Unsicherheiten...

Cairns
24.03.2012, 13:56
http://www.ra-franzke.de/beratung/verbraucherinsolvenz/faq/inso-ab-wann.html

Sieht auch nicht so toll aus.

2.500.- neue Schulden durch die Insolvenz.Aber nur wenn wenn du die Verfahreenskosten stunden läßt und kein Pfändbares Einkommen erzielt wird. Denn wenn der Th was einziehen kann, dann werden erst die TH-Kosten und die Verfahrenskosten bezahlt und was dann übrig bleibt wird auf die Gläubiger verteilt.
Auto Futsch.... jegliche Elektrogerte wie Smartphone, Kamera oder so futsch. Wer sagt das? Auto ist nur dann futsch wenn es möglich ist ÖPNV-Mittel zur Erwerbstätigkeit zu nutzen.
Fernseher wohl nur wenns ein Riesen Klopper ist.

Lebensversicherung etc. futsch.Ja wenn sie nicht als "Riester-Rente" läuft. Dafür aber auch ein Teil der Schulden weg oder die Verfahrenskosten schon getilgt, was auch schon was ist.

Und während man ohne Inso auch mal etwas über der Pfändungsfreigrenze auf dem Konto haben kann (solange keine Pfändung drauf liegt...welche in der Regel ja oft zurückgenommen wird wenn das Amtsgericht weis das man Sozialleistungen erhält)...
Ist bei der Inso Garantiert alles weg wenn man mal etwas mehr hat.Kannst du auch in der Inso, sobald dein TH dein Konto freigegeben hat. Was die meisten THs auch sofort tun. Vorteil ist aber auch, du brauchst kein P-Konto mehr.

Die andere Sorge ist... sobald der neue Arbeitgeber von der Inso erfährt könnte er ja auf die Idee kommen zu Kündigen.Kommt auch immer auf den AG an, aber den Meisten ist das egal, solange man sein Arbeit vernünftig erledigt.
Wobei.. was ist wenn er sowieso nur 1.000.- ausbezahlt?Dann wird nichts an den TH abgetreten und die Verfahrunskosten werden auf DEINEN Antrag gestundet, was du nach der Inso wiederholen lassen kannst, wenn deine wirtschaftlichen Verhältnisse es zu lassen. Oft lassen sie sich aber auch in kleinen Raten bezahlen.
Und reicht es nicht wenn das Geld vom Konto abgezogen wird?

JA da habe ich noch einiges an Unsicherheiten...

Sollte ich irgend etwas falsch erklärt haben, bitte ich um Korrektur.

Mfg
Cairns

Vulkanier
25.03.2012, 12:39
Naja davon ausgehend das ich wie bisher nicht über 1000.- im Monat verdiene wird das wohl der Fall sein ;)
Bin halt Pessimist.


Und wer sagt das? Na der Link sagte das... es wird alles zu Geld gemacht... wenn man z.B. ein 400.- Handy hat .. weg.
Wobei ich irgendwie auch etwas bezweifel das es gepfändet wird... ich für meinen Teil würde es dann aus der Ferne Sperren.
Oder ist man genötigt Geräte mit seinen Daten drauf abzugeben ;)

Kamera und Ausrüstung ist sicher schnell mal weg. Kann man sicher einen guten 3 Stelligen Betrag mit generieren.
Allerdings ist das ein kleiner Tropfen auf den Stein. Sofern es nicht sowas wie ne Hassleblad ist (Kosten ja so 30.000.-)


Auto vs. ÖPNV... in der Stadt ist es immer möglich ÖPNV zu nutzen, ausser.... sie fallen mal wieder aus... oder es wird wiedermal gestreikt...
Oder oder.. also verlassen würde ich mich nicht drauf ;)
Aber oftmals kommt bei Vorstellungsgesprächen auch die Frage ob man ein Auto habe...

Bei Selbständiger Arbeit ist ein Auto echt nötig.
Aber ob jemand ein 2.000.- Auto pfänden würde ist auch die Frage oder.


Was meinst Du mit der Kontofreigabe?
In der Inso werden doch auch alle Gelder über 1030.- (2012) weggepfändet oder?


Und naja 2.500.- in kleinen Raten? Selbst bei 50.- sind das 50 Monate....


Also... Privatinsolvenz lohnt sich wohl insbesondere dann wenn man denkt das man binnen 7 Jahren seine Forderungen nicht in voller Höhe
oder mittels Vergleich begleichen kann. Denn sonst hat man am ende sogar mehr Kosten.
Beispiel... 10.000.- Schulden und 200.- über PFändungsgrenze Verdienst.
Nach 50 Monaten (also 4 Jahre) wäre die Forderung bereits beglichen. Nun kommen nochmal 2.500.- dazu, also 1 Jahr.
Die Inso kann quasi vorzeitig beendet werden da alles beglichen wurde.

Ich habe mal auf einer Seite so einen Chancenrechner genutzt.. da gibt man Forderung ein, alter, vorschlag für vergleich oder vergleich auf raten etc.
Bei 1000.- glaube ich kam schon etwa 70% Chance raus für einen Vergleich.
Aufgrund der Forderung (15.000.-) und des alters (Meines, so wie den Forderungen (~15J) und des bisherigen und erwarteten Verdienstes (unter oder um 1000).


Vielleicht muss ich mir das noch ein Jahr durch den Kopf gehen lassen ^^
Allerdings ist das wie bisher natürlich auch wieder ein verschenktes Jahr wenn man sich doch dafür entschließt.