Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Strom gesperrt

  1. #1
    teacher Gast

    Standard Strom gesperrt

    Soeben wurde mein Strom gesperrt, kalt und dunkel wird´s (Galgenhumor), habe Rechnung von ca.550€ offen, Ratenzahlungsangebot wurde abgelehnt, weil Schulden zu alt und zu hoch wollte die Typen nicht reinlassen, aber mein Kind hat leider aufgemacht.

    Hat jemand persönliche Erfahrung mit diesem Problem?!
    Kann nämlich erst Ende des Monats zahlen, Geld leihen bei Leuten ist auch nicht möglich, soll ich mit Kind erfrieren oder was?!

    Wie geht so was weiter?!

    Bin (leider) berufstätig und nicht Hartz IV Empfänger, dann wär das jetzt wahrscheinlich einfacher (das ist nicht böse gegen HartzIV ler gemeint),

    HIIILfe!!!!

  2. #2
    G*A*S*T*! (*ECHT!*) Gast

    Don't feed the troll!

    Sofort zu Arge (früher Sozialamt)!

    Viele Städte haben einen sogenannten Sozialdienst, der -insbesondere wenn Kinder betroffen sind- vermittelnd hilft. (Unterstützt bei Behördengänge und Gespräche mit den Stromanbieter!)

    Ansonsten, hilft einen oft die Caritas. URL: www.Caritas.de (das ist eine Sozialeinrichtung der kath. Kirche). Man muss nicht Katholik sein.

  3. #3
    Registriert seit
    29.07.2005
    Beiträge
    5.284

    Standard

    Zitat Zitat von teacher
    Soeben wurde mein Strom gesperrt, kalt und dunkel wird´s (Galgenhumor), habe Rechnung von ca.550€ offen, Ratenzahlungsangebot wurde abgelehnt, weil Schulden zu alt und zu hoch wollte die Typen nicht reinlassen, aber mein Kind hat leider aufgemacht.

    Hat jemand persönliche Erfahrung mit diesem Problem?!
    Kann nämlich erst Ende des Monats zahlen, Geld leihen bei Leuten ist auch nicht möglich, soll ich mit Kind erfrieren oder was?!

    Wie geht so was weiter?!

    Bin (leider) berufstätig und nicht Hartz IV Empfänger, dann wär das jetzt wahrscheinlich einfacher (das ist nicht böse gegen HartzIV ler gemeint),

    HIIILfe!!!!

    Hallo teacher,

    ich denke Threads wie der Ihre werden nun vermehrt wieder im Forum auftauchen, der Weihnachtsfrieden ist vorbei und die Strominkassomaschine beginnt wieder auf hochtouren zu arbeiten.

    Der erste Weg sollte Sie zum Sozialamt führen, mit Kind in der Anlage (Edit) wird Ihnen vermutlich das Sozialamt kein DARLEHEN verwehren. Sozialämter tun dies aber dennoch gerne, es ist möglich das Sie hier auf Wiederstand stoßen, bleiben Sie freundlich aber hart!

    Schildern Sie Ihre Lage dort genau und bestehen Sie auf das Darlehen, besonders wenn Sie es Ende dees Monats zurückzahlen können sollten Ihre Chancen nicht schlecht stehen es zu erhalten.


    Vermutlich wird Ihnen einer der Antwortenden auf Ihre Frage zu einer einstweiligen Verfügung gegen den Stromversorger raten... ...Nun diese Möglichkeit haben Sie ebenfalls. Dieser Weg ist aber nach meiner Erfahrung nicht ganz Risikolos.

    Das Gesetz erlaubt zwar ohne Einschränkungen die Versorgungseinstellung bei Nichtbezahlung der Energieforderungen, verbietet aber übermäßige Härten.
    Auf dieser Grundlage könnten Sie so eine einstweilige Verfügung erwirken.

    Eine solche eV schützt Sie aber natürlich nicht auf Dauer vor Sperrung, haben Sie in der Vergangenheit Ratenzahlungsvereinbarungen nicht eingehalten, den Zählerstand zu niedrig angegeben, oder hat der Richter einen schlechten Tag und wirft Ihnen vor das Sie nicht auf Mahnschreiben reagiert haben.... ....wenn Sie erst bei der Sperrung um eine Ratenzahlungsvereinbarung gebeten haben könnte dieses der Fall sein, blitzen Sie mit der EV ab.

    Schlimmer jedoch wäre diese eV geht durch und Sie können das vereinbarte Zahlungsziel nicht halten, dann wird der Versorger Wiederklage erheben und diese gewinnen, die Verfahrenskosten sind so dann nicht unerheblich.

    Meiner Meinung ist daher erheben Sie lieber eine eV gegen das Sozialamt zur gewährung eines Darlehens, dieses hat überdurchschnittlich gute Erfolgsaussichten und Sie hätten selbst bei einer Niederlage kaum Verfahrenskosten zu tragen. Sollten alle Stricke bei dem Versuch das Sozialamt zu der Gewährung eines Darlehens zu bewegen reissen, steht Ihnen die eV gegen den Versorger ja noch frei.

    Oft erlebe ich in meiner Praxis das besonders berufstätige Stromschuldner Scheue haben zum Sozialamt zu gehen und hier falschen Stolz an den Tag legen, vergessen Sie das bitte! Sie bitten dort nicht um ein Geschenk sondern nur um eine Leihgabe, sollte Ihnen das unangenehm sein können Sie ja nach Rückzahlung zur "Wiedergutmachung" einen Betrag an einen örtlichen Sozialträger spenden, Hilfe bei Versorgungseinstellungen ist eine klassische Aufgabe der Sozialträger.

    Ansonnsten bleibt Ihnen nur der Trost in dem Gedanken das die Merheit der Weltbevölkerung ohne Strom lebt, in unseren Breitengraden, besonders zu dieser Jahreszeit ein schwacher Trost. Stromversorger sind weder Banken, noch soziale Einrichtungen sondern Unternehmen mit maximaler Profitausrichtung, machen Sie sich klar das es Ihrem Versorger völlig egal ist das Sie im Winter ohne Strom zu Hause sind, Sie sind auch bei Ihrem Versorger kein Einzelfall auch nicht mit einem Kind.

    Nur am Rande erwähnt, es ist vieleicht nicht Ihr Schaden dass, Ihr Kind die Tür geöffnet hat, sowohl eingeleitete Klagen auf Zutritt, sowohl "Spezialsperrungen" (Abklemmungen der Dachleitung oder ausheben des Erdkabels) wären für Sie extrem kostenintensiv gewesen. Den Kopf in den Sand stecken schützt Sie nicht vor einer Sperrung und verteuert die Sache nur.

    Ich wünsche Ihnen viel Glück und baldigen Wiederanschluß!

    Grüße

    Jonas


    P.S posten Sie bitte was Sie unternommen haben und wie es ausgegangen ist!
    Geändert von Inkassomitarbeiter (04.01.2006 um 18:37 Uhr)

  4. #4
    Sozialämtler Gast

    Standard

    Hallo,
    Zitat Zitat von Inkassomitarbeiter
    Der erste Weg sollte Sie zum Sozialamt führen, mit Kind in der Anlage kann Ihnen das Sozialamt kein DARLEHEN verwehren. Sozialämter tun dies aber dennoch gerne, es ist möglich das Sie hier auf Wiederstand stoßen, bleiben Sie freundlich aber hart!

    Schildern Sie Ihre Lage dort genau und bestehen Sie auf das Darlehen, besonders wenn Sie es Ende dees Monats zurückzahlen können sollten Ihre Chancen nicht schlecht stehen es zu erhalten.
    das ist leider so nicht richtig! Hier scheint ja Einiges dafür zu sprechen, dass man zwar zahlen konnte, aber nicht wollte und lieber den Kopf in den Sand gesteckt hat. Die mögliche Leistung des Sozialamtes beruht auf § 34 SGB XII, und da ist nur von helfen "können" oder "sollen", nicht aber von "müssen" die Rede! Wer seine Notlage wissentlich oder grob fahrlässig selbst verschuldet und sich völlig auf öffentliche Hilfe verlassen hat ("die können mir mit Kind den Strom doch nicht abdrehen!"), stösst durchaus berechtigt auf Widerstand des Sozialamtes - jede andere Auffassung würde auch dazu führen, dass Familien mit Kindern nie mehr Strom bezahlen müssten ...

    Gruß
    Ein Sozialämtler

  5. #5
    Registriert seit
    29.07.2005
    Beiträge
    5.284

    Standard

    Hallo Sozialämtler,

    da haben Sie sicher Recht, es würde keiner mehr der Kinder hat seinen Strom bezahlen.

    Und trotzdem dürften nach meiner Erfahrung die Chancen des Posters nicht schlecht stehen zumindest ein Darlehen zu erhalten, besonders wenn er sich zum ersten mal an das Sozialamt wendet. Es sind hierzu auch einige Kunden mit Erfolg zu Gericht gegangen. Das kein Recht darauf besteht dass das Sozialamt einem berufstätigen Menschen freudestrahlend die Rechnungen begleicht ist klar.

    Grüße

    Jonas

  6. #6
    Sozialämtler Gast

    Standard

    Hallo Jonas,

    ich habe auch gar nicht behauptet, dass es auf keinen Fall Hilfe vom Sozialamt geben wird; natürlich besteht eine realistische Chance dass das Sozialamt helfen wird. Zu einer sicheren Beurteilung fehlen uns aber wesentliche Infos.

    Mir ging es nur darum die Behauptung ...
    Der erste Weg sollte Sie zum Sozialamt führen, mit Kind in der Anlage kann Ihnen das Sozialamt kein DARLEHEN verwehren.
    ... richtig zu stellen, dass das Sozialamt in solchen Fällen helfen muss.
    Ich habe selbst schon solche Anträge abgelehnt (aber auch deutlich mehr bewilligt ...), wo auch das Gericht später meine Entscheidung bestätigt hat.

    Gruß,
    Ein Sozialämtler

  7. #7
    Registriert seit
    29.07.2005
    Beiträge
    5.284

    Standard

    Hallo Sozialämtler,

    selbstverständlich haben sie Recht ich habe das etwas unglücklich formuliert, es sollte eher heißen

    Der erste Weg sollte Sie zum Sozialamt führen, mit Kind in der Anlage wird Ihnen vermutlich das Sozialamt kein DARLEHEN verwehren.

    Grüße

    Jonas

    PS. Habe meinen Beitrag entsprechend geändert!
    Geändert von Inkassomitarbeiter (04.01.2006 um 18:36 Uhr)

  8. #8
    G*A*S*T*! (*ECHT!*) Gast

    Don't feed the troll!

    Wie ist denn der aktuelle Stand der Dinge???

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •