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Thema: Hauftungsfrage Grundschuld

  1. #1
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    Standard Hauftungsfrage Grundschuld

    Hallo an alle,

    ich habe ein Problem.
    Vor ca. 5 Jahren habe ich ein Haus gekauft. Für ein Teildarlehen haben ich um günstigere Zinsen zu bekommenes zum einen über die Grundschuld des Hauses abgesichert aber auch noch ein Teil ca. 50 % der Darlehnssumme über eine Grundschuld auf dem Haus meiner Eltern.

    Aus mehrern Gründen kann ich die Darlehen nicht mehr bezahlen und die Kredite sind gekündigt.
    In einem Gespräch bei der Bank wurde mir mitgeteilt das meine Eltern die volle Haftung für dieses Darlehen (Darlehnsvaluta) hätten.

    Meine Eltern sind keine Bürgen oder Mitdarlehnsnehmer ist es trotzdem richtig das sie trotzdem für die komplette Darlehnssumme haften obwohl die Grundschuld wesentlich geringer ist?

    Vielen Dank im voraus
    Pleite96

  2. #2
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    Standard

    guten morgen,

    nein, das ist nicht richtig.
    wenn sie weder gebuergt noch mitunterschrieben haben, dann haftet du die sache, sprich die grundschuld.

    gs bezahlen und gut ist.

    lg
    andreas

  3. #3
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    Standard Guten Morgen...

    @andreas

    Na also Guten Morgen aus Deutschland - der Beitrag ist aber nicht Dein Niveau, sieht ja aus als hätte da was abgefärbt von sonja dingsbums und Du fängst jetzt auch mit dem dengen an ...

    Im Übrigen stimmt das auch so pauschal sachlich nicht so ganz.

    Richtig ist: Die Eltern haften nur bis in Höhe der Grundschuld.
    Da kommen aber noch die dinglichen Zinsen drauf, so dass im Vollstreckungsfall bei längerer Verfahrensdauer durchaus auch der Fall eintreten kann, dass die Bank sich hier voll befriedigen kann.

    Denn die Grundschulden waren am Anfang zwar nur 50% des ursprünglichen Darlehens, sie haften jedoch für die gesamte aktuelle Rest-Verbindlichkeit, soweit sie samt Verzinsung hinreichen, nicht nur für eine 50%-Quote.

    Schönen Gruss...

  4. #4
    unregistrierter Gast

    Standard

    Zitat Zitat von verdammtnochmal Beitrag anzeigen
    Richtig ist: Die Eltern haften nur bis in Höhe der Grundschuld.
    Da kommen aber noch die dinglichen Zinsen drauf, so dass im Vollstreckungsfall bei längerer Verfahrensdauer durchaus auch der Fall eintreten kann, dass die Bank sich hier voll befriedigen kann.
    Soweit sich die Eltern nicht noch zusätzlich der Vollstreckung in das gesamte Vermögen unterworfen haben, haftet nur das Grundstück der Eltern.

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von verdammtnochmal Beitrag anzeigen
    @andreas

    Na also Guten Morgen aus Deutschland - der Beitrag ist aber nicht Dein Niveau, sieht ja aus als hätte da was abgefärbt von sonja dingsbums und Du fängst jetzt auch mit dem dengen an ...

    Im Übrigen stimmt das auch so pauschal sachlich nicht so ganz.

    Richtig ist: Die Eltern haften nur bis in Höhe der Grundschuld.
    Da kommen aber noch die dinglichen Zinsen drauf, so dass im Vollstreckungsfall bei längerer Verfahrensdauer durchaus auch der Fall eintreten kann, dass die Bank sich hier voll befriedigen kann.

    Denn die Grundschulden waren am Anfang zwar nur 50% des ursprünglichen Darlehens, sie haften jedoch für die gesamte aktuelle Rest-Verbindlichkeit, soweit sie samt Verzinsung hinreichen, nicht nur für eine 50%-Quote.

    Schönen Gruss...
    jau, sorry, war spaet gestern.

  6. #6
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    Unglücklich

    Hallo Andreas, hallo verdammtnochmal,

    danke für eure Antworten. Nur leider verstehe ich diese nicht so ganz.
    Meinen Elterne wurde die Grundschuldurkunde im Gegensatz zu mir noch nicht vom GV zugestellt. Meine Eltern könnten die Summe aus der GS ca. 20.000,--€ auch sofort bezahlen müssen Sie dann trotzdem noch den Rest des Darlehns bezahlen damit die GS wieder gelöscht wird? Bzw. Wo nach muß ich in der Zweckerklärung suchen um rauszufinden ob sich meine Eltern der Vollstreckung in das gesamte Vermögen unterworfen haben? Was bedeutet das eigentlich?

    Der Banker macht Druck und meine Eltern haben Angst Ihr Haus zu verlieren. Ich will meine Eltern da irgendwie rausbekommen.

    Lg
    Pleite96

  7. #7
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    Standard

    Ich denke hier fehlt einiges an Information.

    Also über die Schulden / Darlehen oder die Höhe der Darlehen müssen wir nichts sagen.

    Fakt ist dass insgesamt auf 2 verschiedenen Grundstücken nämlich das der Eltern und das eigene Hausgrundstück mit je einer Grundschuld belastet ist.

    Wichtig ist zu wissen dass Grundschulden immer abstrakte / dingliche Schulden sind.

    Weil hier liegt die Unterscheidung eine Grundschuld ist nicht eine persönliche Schuld zum Beispiel der Eltern.

    So und nun zur Abstraktheit:

    Alles was in einer Grundschuld steht gilt uneingeschränkt in voller Höhe.


    Also der Kapitalbetrag z.B. 100.000 € plus einmalige Kosten z.B. 3500 € plus 18 % Zinsen/ a

    Das heißt die Grundschuld / abstrakte Schuld des Grundstückes ist bei diesem Beispiel:

    100.000 € plus 3.500 € plus mindestens 2 mal 18% Zinsen also mindestens 36.000 € Zinsen aus 2 Jahren. Grundschuld-Summe mindestens also 140.000 €


    Warum 2 Jahre mindestens ? weil in der ZV mindestens bis 2 Jahre vor dem ZV antrag die Zinsen zurück gerechnet werden dürfen.

    So und nun zur Erklärung was die Haftung der Eltern angeht:

    Die Bank könnte die Grundschulden nur sehr schwer verwerten und nimmt diese Grundschulden auch nur als Sicherheit an, wenn die jeweiligen Eigentümer ( die Eltern) des Grundstückes eine Grundschuldzweckerklärung unterschrieben haben.


    Diese Grundschuldzweckerklärung sagt, dass die dingliche (Grund) Schuld also das Pfand im Falle des Falles haftet.


    Die Aussage des Bankmensch war sicher etwas anders das aber verstehen oft nur Fachleute.


    Da jeder Gläubiger ( also auch die Bank ) ihre Sicherheiten verwerten kann wie sie lustig ist und auch alles auf einmal angreifen kann wird meist die werthaltigere Sicherheit verwertet.

    Und so ist zu erklären dass wahrscheinlich zu erst oder auch gleichzeitig beide Hausgrundstücke beim Amtsgericht zur ZV beantragt werden.


    In soweit ist zwar die Antwort dass die Eltern auch persönlich voll haften zu relativieren weil die Grunstücke gemeint sind.

    Es kann aber auch sein dass in der Grundschuldzweckerklärung die Eltern persönlich die Haftun übernommen haben.

    Was sehr wahrscheinlich ist denn keine Bank läßt die Eigentümer persönlich aus der Zweckerklärung frei.


    Ich denke da solltest Du noch einmal genau nachsehen wann da wer in der Grundschuldzweckerklärung unterschrieben hat.


    Aber egal wie es auch sei:


    Die Grundstücke haften dinglich erst einmal in voller Höhe der Beträge die sich aus dem abstrakten Recht ergeben einschließlich Zinsen und einmalige Kosten.
    Geändert von Felsenbirne (21.08.2007 um 19:22 Uhr)

  8. #8
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    Standard

    @Felsbirne

    vielen Dank für die sehr ausführliche Erklärung.
    Leider ist mir aber noch nicht alles klar und ich versuche mal noch ein paar Informationen zu geben.

    Darlehen für das Haus waren 60.000,--€ eingetragen Grundschuld auf dem Kaufobjekt 60.000,--€. Zusätzlich eine Grundschuld auf dem Haus meiner Eltern und unterschreiben von meinen Eltern über 20.000,--€ mit Grundschuldzweckerklärung zur Sicherung der Geschäftsverbindung mit Abtretung der Rückgewährung sowie Übernahme der persönlichen Haftung.

    Die Aussage der Bankers lautete (ich habe mitgeschreiben) "Aufgrund der Zweckerklärung für das Darlehen besteht volle Haftung über die jeweilige Darlehnsvaluta.

    Bei Abschluss des Darlehnsvertrag bin ich davon ausgegenagen das meine Eltern für die Summe von 20.000,--€ gerade stehen müssen. Jetzt will der Banker aber 60.000,--€ von meinen Eltern.

    Müssen die wirklich die 60.000,--€ zahlen um eine ZV für Ihr mühsam erspartes und sonst Schuldenfreies Haus abzuwenden?

    Oh Gott was habe ich getan, es hieß damals von Seiten der Bank "wir können Ihnen günstigere Zinsen geben wenn wir diese Grundschuld bekommen" und meine Eltern haben mir vertraut.

    LG
    Pleite96

    PS: Fehlen noch Informationen? Ich möchte irgendwie meine Eltern rausbekommen. Die Summe von 20.000,--€ könnten meine Eltern sofort bezahlen aber 60.000,--€ nur mit neuen Schulden auf Ihre alten Tage.

  9. #9
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    Standard

    Zitat Zitat von Pleite96 Beitrag anzeigen
    Darlehen für das Haus waren 60.000,--€ eingetragen Grundschuld auf dem Kaufobjekt 60.000,--€. Zusätzlich eine Grundschuld auf dem Haus meiner Eltern und unterschreiben von meinen Eltern über 20.000,--€ mit Grundschuldzweckerklärung zur Sicherung der Geschäftsverbindung mit Abtretung der Rückgewährung sowie Übernahme der persönlichen Haftung.
    Der Knackpunkt sind die letzten fünf Worte.

    "sowie Übernahme der persönlichen Haftung"

    Damit haften deine Eltern nicht nur mit der Grundschuld, sondern persönlich. Für die gesamte Schuld.

  10. #10
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    Standard Na denn man los...

    Da hat sich die Bank natürlich geradezu schamlos übersichert.

    Weil doppelte Grundschulden plus persönliche Haftung plus auch noch Abtretung der Rückgewähransprüche, das ist einfach alles dichtgemacht.

    Das beste wäre natürlich gewesen, Du hättest schon eher angefangen, etwas zu unternehmen, und nicht erst jetzt, wo die Kredite schon gekündigt sind.

    Jetzt braucht es eine schnelle Bestandsaufnahme.
    Wie ist Deine sonstige Kreditwürdigkeit?
    Arbeit, Einkommen, sonstige Schulden, Schufa?

    A propos Schufa, hol mal eine Selbstauskunft.
    Bei Immobilienkrediten ist es öfter so, dass das gar nicht in die Schufa gemeldet wird. Dann stehen evtl. auch die Kündigungen da (noch) nicht drin, weil die Bank hofft, Du findest eine andere Bank zum Umschulden.

    Wie alt sind Deine Eltern? Bekommen die überhaupt noch einen Kredit?

    Wieviel sind die Häuser wirklich wert? Könnte man Dein Haus schnell frei verkaufen und für wieviel?

    Würde denn die Bank nicht einer Lösung zustimmen können, wo sie zunächst 20.000 € erhalten und dann Dein Haus frei verkauft wird?

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