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Thema: Genossenschaftsanteile in der Insolvenz

  1. #1
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    Standard Genossenschaftsanteile in der Insolvenz

    Stimmt es das der IV die Genossenschaftsanteile einfordert und die Mitgliedschaft kündigt?

    Ich bin Mieter einer Genossenschaftswohnung und mußte Anteile von 1000 Euro erwerben. Die Mindesteinlage beträgt mittlerweile 1100 Euro lt. Genossenschaftsbeschluß. Der Saldo beläuft sich zur Zeit auf 1159 Euro.

    Wenn dem so ist habe ich ja direkt Schulden von 1100 Euro neu am Hals und werde wohl noch die Wohnung los, da ich die Mindesteinlage nicht aufbringen kann.

  2. #2
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    Lächeln

    Zitat Zitat von Robert1968 Beitrag anzeigen
    Stimmt es das der IV die Genossenschaftsanteile einfordert und die Mitgliedschaft kündigt?
    Hallo Robert1968,

    unter Vorbehalt, da wenig Sachkenntnis in Insolvenzrecht und Insolvenzpraxis:

    Prinzipiell schuetzt § 109 InsO die vom Schuldner bewohnte Wohnung.

    Bei Genossenschaftsanteilen statt Kaution ist meines Wissens die Praxis der Insolvenzverwalter und Treuhaender sehr unterschiedlich.

    Ich glaube vor Jahren von einem Fall gelesen zu haben, in dem der Schuldner den Wert der Genossenschaftsanteile aus seinem unpfaendbaren Einkommen an den Treuhaender in monatlichen Raten abzahlen musste.
    Sincerely yours

    debtor


    Kenne Deinen Feind und kenne Dich selbst, und in hundert Schlachten wirst Du nie in Gefahr geraten. Kennst Du Deinen Feind nicht, aber Dich dafuer um so besser, sind die Aussichten auf Sieg oder Niederlage ungefaehr gleich. Bist Du ueber Deinen Feind und ueber Dich selbst im Unklaren, wirst Du sicher in jeder Schlacht in Gefahr sein. - Sun Wu

  3. #3
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    In aller Regel kündigt der /die Insolvenzverwalter die Mitgliedschaft um den bezahlten Anteil
    "zur Masse zu ziehen", wobei die Masse zunächst zum Ausgleich der Verwaltergebühren , die sich oft auf Tausende € beläuft, herhält.
    Damit einher geht die Kündigung der Wohnung und der/die mutmaßliche/r Schuldner/in muss sich eine neue Wohnung suchen.

    Dem kann man entgegensteuern, wenn man das nicht möchte. Manche mutmaliche Schuldner ergeben sich in ihr Schicksal und machen das was von ihnen verlangt wird, manche jedoch auch
    akzeptieren es nicht.
    Hilfe ist aber vom Rechtspfleger oder von anderen Stellen nicht zu erwarten.
    Der Theobald würde raten, sich im Vorfeld mit einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin der Wohnungsgenossenschaft in Verbindung zu setzen, dorthin zu gehen und die Sache kündigungssicher zu gestalten. Wenn man es möchte, falls nicht, ist ein Wohnungswechsel oder das Nächtigen unter der Brücke nicht mehr fern.

  4. #4
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    Ich habe gerade mal den Mietvertrag der Genossenschaft durchgelesen und der setzt die Mitgliedschaft voraus. Wen dem so sei, dann kann der Insoverwalter also mich und meine Kinder jederzeit auf die Straße setzen? Die Anteile doch als Kaution gedacht; oder etwa nicht?
    Hätte ich das gewußt, hätte ich den Insoantrag lieber doch nicht eingereicht. Außer in den Genossenschaftswohnungen gibt es hier keinen bezahlbaren Wohnraum.
    Pfändbares Einkommen habe ich nicht. Meine Pfändungsgrenze liegt über 2200 Euro und ich verdiene knapp 1650,00.
    Geändert von Robert1968 (09.03.2012 um 19:59 Uhr)

  5. #5
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    Lesen bildet.
    Wie vorgetragen: hin zur Wohnungsgenossenschaft und ganz schnell den oder die zuständige/n Mitarbeiter/in beknieen eine Lösung zu finden, daß die Wohnung für Euch erhalten bleibt.
    In den Rechtspflegerforen und auf Recht.de sind zig Fälle genannt, derjenigen, die aus den Wohnungen ausziehen mussten und vor dem Nichts standen.
    Das ist weder Jux noch lustig und interessiert den vom Gericht beauftragten Verwalter oder Sachwalter nicht im Mindesten.
    Hin zur Genosenschaftsverwaltung und um Lösung und Unterstützung bitten.
    Es gibt Wege, aber die bedürfen der Zustimmung der Wohnungsgenossenschaft. Gaaaaaaaaaaanz freundlich sein.
    Geändert von Theobald (10.03.2012 um 20:05 Uhr)

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