Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: kindesunterhalt bei pfändungen vorrangig ?

  1. #1
    Registriert seit
    01.03.2010
    Beiträge
    118

    Frage kindesunterhalt bei pfändungen vorrangig ?

    ich habe eine allgemeine frage zur pfändung von laufendem unterhalt für ein kind bei einem rentner.
    der zahlungspflichtige ist bereits verschuldet, nun kommt eine pfändung für laufenden kindesunterhalt bei der versicherung/rentenversicherung an ( unfallrente ) .
    der selbstbehalt beträgt bei kindesunterhalt 770 euro, es liegt aber bereits eine pfändung eines anderen gläubigers vor, diese wird nicht bedient, da die rente nur 997 euro beträgt.
    frage: wird der kindesunterhalt gepfändet obwohl bereits eine pfändung vorliegt ?
    oder geht es hier wirklich der reihe nach ?
    danke im voraus.

  2. #2
    Registriert seit
    01.01.1970
    Ort
    Münsterland
    Beiträge
    10.304

    Standard

    Handelt es sich um eine Pfändung nach §850d ZPO dann wird die KU-Pfändung trotz der bereits bestehenden Pfändung ausgeführt.
    Allerdings ist Voraussetzung dass die ältere bereits bestehende Pfändung keine Pfändung nach §§ 850d bzw 850f ZPO ist.
    Die Pfändung für den KU findet dann im Vorrechtsbereich statt. Das heisst von 770€ bis pfandfreien Betrag nach § 850c ZPO des Schuldners bekommt der KU-Pfänder alles bis zur Höhe des gepfändeten KU.
    Lassen sich die Umstände nicht mehr ändern, dann sollte man die Einstellung zu Ihnen ändern.

    Wenn das Leben Dir Zitronen anbietet, frag nach Tequilla und Salz und ruf' mich an!

    Schuldnerzitat:"... teile ich mit, dass ich zur Abgabe der e.V. nicht erscheinen werde, denn ich besitze überhaupt nichts - nicht mal die Lust, den Termin wahrzunehmen."


    Im Übrigen ist dies keine Rechtsberatung im Sinne des § 1 RBerG, sondern nur das Mitteilen eigener leidvoller Erfahrungen.

  3. #3
    Registriert seit
    01.03.2010
    Beiträge
    118

    Standard

    aha. boa wie kompliziert ist das denn.
    die bereits bestehende pfändung ist eine ganz normale aufgrund eines rückständigen kaufvertrages.
    nun kommt eine laufende kindesunterhaltsforderung da drauf.

  4. #4
    Registriert seit
    01.01.1970
    Ort
    Münsterland
    Beiträge
    10.304

    Standard

    Zitat Zitat von leiche Beitrag anzeigen
    aha. boa wie kompliziert ist das denn.
    die bereits bestehende pfändung ist eine ganz normale aufgrund eines rückständigen kaufvertrages.
    nun kommt eine laufende kindesunterhaltsforderung da drauf.
    Es ist nicht so sehr kompliziert.

    Wenn der PfüB für den KU nach § 850d ZPO ausgestellt ist kann der KU in den Vorrechtsbereich gepfändet werden.
    Dieser Vorrechtsbereich ist nach unten auf 770 € begrenzt.
    Da der Rentner eine unterhaltsberechtigte Person hat, nämlich das Kind für das der KU gepfändet wird, liegt der Pfändungsfreibetrag für den Rentner bei max. 1419,99 €.
    Der KU kann im Bereich von 770 € bis 1419,99 € gepfändet werden, egal wie viel normale Gläubiger vorher ihre Forderungen geltend gemacht haben.

    Das bedeutet in diesem Fall, dass der Betrag von 770€ dem Rentner verbleibt und der rest geht an den KU - Gläubiger geht.
    Lassen sich die Umstände nicht mehr ändern, dann sollte man die Einstellung zu Ihnen ändern.

    Wenn das Leben Dir Zitronen anbietet, frag nach Tequilla und Salz und ruf' mich an!

    Schuldnerzitat:"... teile ich mit, dass ich zur Abgabe der e.V. nicht erscheinen werde, denn ich besitze überhaupt nichts - nicht mal die Lust, den Termin wahrzunehmen."


    Im Übrigen ist dies keine Rechtsberatung im Sinne des § 1 RBerG, sondern nur das Mitteilen eigener leidvoller Erfahrungen.

  5. #5
    Registriert seit
    01.03.2010
    Beiträge
    118

    Standard

    so, jetzt nehme ich an, dass die pfändung bereits am nächsten 1. eingeht.

    bei der unterhaltsfestsetzung wurden weder meine bisherigen finaziellen verpflichtungen berücksichtigt, noch meine erwerbsunfähigkeit noch mein mehrbedarf.

    ich falle daher ab pfändung in die bedürftigkeit.

    was soll ich jetzt tun ???

  6. #6
    Registriert seit
    28.11.2011
    Beiträge
    481

    Standard

    Den Kindesunterhalt neu festsetzen lassen
    und
    bei der erwarteten Pfändung wegen des Unterhaltes geltend machen, dass der notwendige eigene Unterhalts-Satz bei xxx Euro liegt (vorrechnen mit SGB-Sätzen) - das ist nicht der fam-rechtliche Betrag

  7. #7
    Registriert seit
    27.06.2009
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.199

    Standard

    Hi,
    Du kannst einen Antrag nach § 850f ZPO stellen.

    Gruß
    Ingo

  8. #8
    Registriert seit
    01.03.2010
    Beiträge
    118

    Standard

    ah, danke ganz lieb dass hier am sonntag leute aktiv sind
    steh ich wenigstens nicht ganz allein im regen.
    meiner meinung nach ist der rechtsanwalt da überhaupt nicht aktiv gewesen.
    die wohnkosten wurden überhaupt nicht berücksichtigt, kann ich mir einen neuen anwalt nehmen ?

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •