Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Steuererstattung bei Zusammenveranlagung der Steuererklärung

  1. #1
    Registriert seit
    26.05.2016
    Beiträge
    19

    Standard Steuererstattung bei Zusammenveranlagung der Steuererklärung

    Hallo

    ich bin in der Privatinsolvenz. Meine Ehepartnerin nicht. Ich bin seit ca. einem Jahr in der Privatinsolvenz drin. Meine Ehepartnerin arbeitet ebenfalls und wir sind in der Steuererklärung zusammenveranlagt.

    Die Steuererklärung für 2017 haben wir bereits gemacht. Jetzt aber erst fällt mir die Frage ein, ob ich davor etwas hätte machen sollen? Z.B. hätte ich das Finanzamt von meiner Privatinsolvenz informieren sollen?

    • Habe ich nun etwas zu befürchten? Was kann nun passieren?
    • Gibt es noch Zeit den "Fehler" zu korrigieren, wenn ich einen Fehler gemacht hätte?

    Ich freue mich auf Hinweise und Lösungen.

    Danke!

  2. #2
    Registriert seit
    20.07.2017
    Beiträge
    1.647

    Standard

    Bist Du im eröffneten Verfahren oder schon in der Wohlverhaltensphase? Ist der Steuerbescheid denn schon da? Habt ihr sie schon abgeschickt? Oder was genau heißt "gemacht"?

    Wenn Du noch im eröffneten Verfahren sein solltest, hätte Dein Insolvenzverwalter die Erklärung einreichen sollen.

    Deine Frau sollte zudem einen Aufteilungsantrag gem. § 273 AO stellen damit sie ihren Teil der Erstattung behalten kann und er nicht mit Deinem in der Masse landet.
    Geändert von Caffery (15.04.2018 um 07:46 Uhr)

  3. #3
    Registriert seit
    26.05.2016
    Beiträge
    19

    Standard

    Danke zunächst für die schnelle Rückmeldung!

    1. Ich befinde mich im eröffneten Verfahren.

    2. Der Steuerbescheid ist noch nicht da.

    3. Steuererklärung ist bereits abgegeben.

    Bei welcher Stelle muss ich den Aufteilungsantrag gem. § 273 AO stellen?

    Was wird jetzt in dieser Situtation passieren, wenn die Steuererstattung kommt? Wird an mich überwiesen oder direkt an den IV?

  4. #4
    Registriert seit
    20.07.2017
    Beiträge
    1.647

    Standard

    Wie gesagt: Der Insolvenzverwalter hätte die Erklärung einreichen müssen, Du selbst bist da aktuell nicht zu berechtigt. Ich würde daher versuchen das Finanzamt zu bitten eure Erklärung nicht zu bearbeiten sondern sie euch zurückzuschicken damit ihr das mit dem Verwalter klären könnt.

    Den Aufteilungsantrag kann man meines Wissens direkt zusammen mit der Erklärung stellen. Der Verwalter könnte im Einzelfall sogar eintscheiden, dass ihr getrennt veranlagt werden sollt (was steuertechnisch weniger günstig wäre). Dafür bräuchte er aber meines Wissens einen guten Grund. Besprich das dann mit Deinem Verwalter.

    Was nun passieren würde wenn das FA eure Erklärung trotz der Ist-Situation einfach bearbeiten würde? *öhm* Da bin ich leicht überfragt. Dann würdest Du wahrscheinlich einfach die Erstattung bekommen - was einiges kompliziert und unangenehm machen könnte da Du eigentlich weder die Erklärung einreichen durftest, noch Dir die Erstattung zusteht.
    Auf jeden Fall würde ich die Erstattung in keinem Fall anrühren sondern würde beim Verwalter zu Kreuze kriechen und intensiv Abbitte für Deine Unwissenheit leisten. Was genau in diesem Szenario die Folgen wären bzw. sein könnten - bin ich wie gesagt überfragt aber gespannt ob ein anderer Nutzer dazu u.U. mehr weiß.
    Geändert von Caffery (15.04.2018 um 10:11 Uhr)

  5. #5
    Registriert seit
    26.05.2016
    Beiträge
    19

    Standard

    Ich möchte keineswegs meine Restschuldbefreiung gefährden aber ich habe nun wirklich etwas Angst. Ich wusste diese Sachen mit der Steuererklärung/Erstattung nicht. Ich habe die Eröffnung des Insolvenzverfahrens fast allein bewältigt. Ich war zwar kurz bei einer kostenfreien SB, um herauszufinden welche Schritte ich einleiten muss und welche Anträge benötigt sind. Aber anwältiche Betreuung habe ich hierbei nicht. Über Beitrage im Netz habe ich neulich über die Sache mit der Steuererstattung während der Insolvenz erfahren. Ansonsten hätte ich hier überhaupt nichts dazu gefragt, da das Thema komplett an mir vorbei gegangen wäre. Man!!!!!

    Mein Insolvenzverwalter hat zur Steuerklärung letzten Jahres nichts gefragt und dieses Jahres auch (noch) nichts. Meine Insolvenz wurde aber ab Juni 2017 eröffnet.

    Ich bin mir sicher, dass das Finanzamt meine Steuererklärung schon bearbeitet hat, da ich es vor gut 2 Wochen gemacht habe.

    Ich habe auch online gelesen, dass bei einer Insolvenz man dann eine neue Steuernummer bekommt. Ich habe aber nichts bekommen oder hat der Insolvenzverwalter die bekommen und mir davon nichts gesagt?

    Ich habe meinen Insolvenzverwalter noch nie persönlich kennengelernt. Alle Fragen von ihm zu allen Sachen in der Insolvenz stellt er entweder per Post oder Mail und zwar über eine Mitarbeiterin/Sekretärin von ihm. Ich weiß daher nicht mal, wie er so drauf ist.

    Ich bin am überlegen, ob ich doch zum Anwalt gehen sollte, damit er alle Sachen der Insolvenz für mich jetzt und in der Zukunft klärt.

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •