Goods News: Positive Erfahrungsberichte über Schuldnerberatung, Forum Schuldnerberatung und das Verbraucherinsolvenzverfahren

So schwierig die Situation der Schuldner auch ist, gibt es doch ab und zu ein paar Beiträge, die Mut machen. Mut, sich dem Problem der Überschuldung zu stellen und den oft unüberwindlich scheinenden Berg von Problemen Schritt für Schritt zu überwinden. Diesen Mut brauchen nicht nur Schuldner, sondern auch ihre Berater. Die Beiträge auf dieser Seite sollen ein wenig dazu beitragen, Mut und Hoffnung zu schöpfen.

Inhalt:
Es ist vorbei!
Thread im Life-Forum: Wie habt ihr die Inso durchgestanden?
Vor 9 Stunden ...
Geschafft!
Ich bin durch!
Ziel erreicht - RSB erteilt
Geschafft!RSB Erteilt!
Endlich geschafft
Hurra, Hurra, Hurra
Danke an das Forum
Nur mal so danke
Restschuldbefreiung erteilt!
Nachteile Inso?
Meine Geschichte vielleicht Hilfe für andere ...
Die härteste Zeit meines Lebens überwunden
Die beste Entscheidung in meinem Leben
Das Jahr eines Schuldners
Licht am Ende des Tunnels
Danke Forum
Erleichterung - ein fast normales Leben
Raus aus dem Schlamassel ...
Gebt nicht auf sondern Gas!
Ein Jahr Inso ... mein Leben danach ...
Schöne Weihnachten
@Redaktionsteam, Forenmaster und Co.: Weihnachtsgrüße
Offenes Wort
Bin durch ... Danke!!!
Notwendig und wichtig - Die Arbeit der Schuldnerberatung!!
Das 1. Frankfurter Insolvenzbaby ist da!
Bin durch
Jetzt habe ich es geschafft, hurra und ich lebe noch!!!
Die vermutlich erste erteilte Restschuldbefreiung in einem Verbraucherinsolvenzverfahren!!
Mein Weg durch die InsO
Vielleicht kann ich ja Mut machen ... Die InsO macht Spaß!

Es ist vorbei!

verfasst von Futschikata am 18.06.2012

Heute habe ich von meinem Arbeitgeber die Nachricht erhalten, dass der Treuhänder das Ende der Abtretung mitgeteilt hat. Im Juli wird das letzte Mal der pfändungsfreie Betrag von meinem Konto abgebucht. Als ich die Änderungsmitteilung in meinen Händen hielt, bekam ich doch wirklich feuchte Augen.
Ich dachte, die sechs Jahre vergehen nie und nun sind sie tatsächlich rum. Ab August starte ich in mein neues schuldenfreies Leben.Neue Schulden wird es nicht mehr geben, ich glaube, meine Lektion habe ich gelernt.
Bis April werde ich mir eine große Reise zusammen sparen, ich finde, das habe ich mir verdient. Anschließend werde ich mich dann um die notwendigen, weil lange aufgeschobenen, Anschaffungen und um die Renovierung kümmern. Aber all das mache ich nur, wenn ich das Geld zusammen habe.
Zwar ging es nur um Geld, aber ich will nie wieder so unfrei leben und vor allem will ich nie wieder Angst haben müssen, in meinen Briefkasten zu schauen oder die Tür zu öffnen.
Heute wollte ich mir bei euch bedanken, ich habe nicht oft geschrieben, aber viel mitgenommen, guten Rat und Ermutigung. Dank euch, hatte ich nie das Gefühl allein zu sein. Danke!
Viele liebe Grüße
eure
Futschikata


Thread im Life!-Forum: Wie habt ihr die Inso durchgestanden?

Eröffnet von IchAG am 19.03.2011

Link:
http://www.f-sb.de/forumneu/showthread.php?t=50880

Vor 9 Stunden ...

Verfasst von Debugger am 15.02.2011

... war es auch bei mir so weit. Nachdem am 15.02.2005 das (Regel-)IV eröffnet und zwei Jahre später wieder beendet wurde, endete meine WVP nach gestern 6 Jahren. Ich weiß zwar noch nicht, wie lange es dauert, bis ich den Zettel mit der Restschuldbefreiung in der Hand halte, aber trotzdem nehme ich dieses Datum zum Anlass, mich bei diesem Forum, bei Euch allen, zu bedanken.

Ende 2004 habe ich hier um Hilfe beim Ausfüllen meiner Anträge gebeten und jemand hatte sich bereit erklärt, mit mir zu telefonieren um mir die Angst zu nehmen, mit einem dummen Fehler das Verfahren zu ruinieren. Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, habe ich mit Eurer Hilfe alle groben Fehler vermieden und darf nun auf RSB hoffen.

Auch bei dem Ärger mit der Sparkasse unmittelbar nach Verfahrensbeginn habt Ihr mir fachkundig den Rücken gestärkt. Auch der entscheidende Tipp, der die Sparkasse zum Einlenken zwang, kam von hier. Somit waren die Tipps in diesem Forum letztlich hilfreicher als Beschlüsse des Amtsgerichts, die von der Spk. frech ignoriert wurden.

Das wird nicht in jedem Fall so sein und alle Tipps sind mit Vorsicht zu geniessen, aber auch das lernt man vor allem hier im Forum :-)

Also, danke danke danke an Euch. Ich halte Euch auf dem laufenden....

Geschafft!

Verfasst von Schuldenmajor am 16.07.2010

Gestern ist mir mit Beschluss des zuständigen Insolvenzgerichtes die Restschuldbefreiung erteilt worden. Schriftlich habe ich das zwar noch nicht, jedoch ist der Beschluss heute unter www.insolvenzbekanntmachungen.de veröffentlicht worden.

Vor nunmehr 7 Jahren geriet meine kleine Welt aus den Fugen als ich unvermittelt meinen Arbeitsplatz verlor. Ich hatte immer ganz passabel verdient, aber durch widrige Umstände dennoch Verbindlichkeiten im oberen fünstelligen Bereich angehäuft. Von einem Tag auf den anderen stand ich vor dem Nichts, musste umziehen, da ich die Miete nicht mehr aufbringen konnte und feststellen das meine Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt waren.

Also meldete ich mich bei der Arbeitsagentur, wurde dort zum ersten Mal in meinem Leben mit den Realitäten dieser Behörde konfrontiert und wusste fortan, dass ich dort keine Hilfe zu erwarten hatte. Ich kam mir vor wie in einem bekannten Otto Walkes Film, denn ich hatte: Kein Geld, keine, Arbeit, bald keine Wohnung mehr und überhaupt keine Ahnung wie es weitergehen sollte.

Da hab ich erstmal richtig geheult (ja, auch Männer dürfen das) und mir dann überlegt was ich wie zuerst anpacke. Es galt nun Prioritäten zu setzen und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Zunächst habe ich mir eine kleine Wohnung gesucht, bin umgezogen und habe darüber nachgedacht wie ich den Schuldenberg bewältigen kann. Zuerst habe ich versucht mit den Banken zu sprechen um eine Stundung zu erreichen. Leider war man dort nicht bereit meinen Vorschlag auch nur anzuhören. Im Gegenteil. Man bedeudete mir das man kein Interesse an einer einvernehmlichen Regelung hat.

Somit blieb mir als Alternative nur die damals noch relativ neue Verbraucherinsolvenz. Ich fing an mich mit der Materie vertraut zu machen und bekam dann auch nach kurzer Wartezeit (damals noch unter 3 Monaten) einen Termin bei einer Schuldnerberatung. Dort wurde mir sehr kompetent geholfen und schliesslich, Mitte 2004, das Insolvenzverfahren eröffnet.

Zum 01. Januar 2005 durfte ich als Hartz IV - Empfänger der ersten Stunde die "Vorzüge" der neuen Sozialpolitik am eigenen Leib erfahren. Statt forden und fördern, forderte man nur und ich wurde von Stund an als Mensch zweiter Klasse behandelt.

Dennoch habe ich mich nicht unterkriegen lassen und tatsächlich Ende 2005 nach 318 (!) Bewerbungen einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Das monatliche Salär war zwar nicht übermässig hoch, aber es blieb soviel übrig, das Monat für Monat ein gewisser Betrag an meinen Treuhänder ging. Ich durfte die abzuführenden Beträge selbst berechnen und an den Treuhänder überweisen. Natürlich hat er monatlich meine Gehaltsabrechnung bekommen und das ganze überwacht. Das hatte für mich den Vorteil das mein Arbeitgeber von der Insolvenz nichts mitbekommen hat.

Nun, jedoch habe ich es geschafft. Die vielen schlaflosen Nächte, die lange schwere Zeit mit dem Pfändungsfreibetrag auskommen zu müssen - vorbei!

Warum stelle ich hier nun meine Geschichte so ausführlich dar? Ich möchte allen, die es noch nicht geschafft haben, Mut machen. Haltet durch, auch wenn es manchmal schwer ist. Achtet auch auf die Fallstricke die im Verfahren und in der WVP lauern können. Fragt lieber zweimal nach, wenn ihr was nicht versteht und vor allem: Geht mit erhobenem Kopf durch die Welt und lernt aus den Fehlern der Vergangenheit.

Auch wenn ich mich nie aktiv in diesem Forum bewegt habe, so habe ich hier doch so manchen wertvollen Tipp und Ratschlag bekommen. Da ich niemanden vergessen will, führe ich hier keine einzelnen Usernamen auf, aber ich danke den aktiven Stammpostern und Praktikern welche hier QUALIFIZIERTE Beiträge und Ratschläge posten, ganz ganz herzlich. Vor allem den Betreibern dieser Webseite möchte ich an dieser Stelle danken, das sie für Betroffene die Möglichkeit geschaffen haben hier Antworten zu erhalten und Ängste zu zerstreuen.

„Es ist keine Schande hinzufallen, aber es ist eine Schande, einfach liegenzubleiben.“ (Theodor Heuss)

Ich bin durch!

Verfasst von Josha am 18.08.2009

Das AG erteilte mir jetzt die Restschuldbefreiung.

Ein Anlass für einen Dank an das Forum, das mir bei etlichen Fragen kompetent half – und ein Anlass, allen, die noch mitten drin stehen, Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen zu wünschen.

Denen aber, die noch zögern, ein Insolvenzverfahren aufzunehmen, sei gesagt: Prüft Eure Situation realistisch. Rechnet hoch, was Ihr unter Einbezug von Risiken und Eventualitäten aus eigener Kraft wirklich leisten könnt.

Vor allem aber kalkuliert, welche anderen Menschen – meist unverschuldet – unter Eurer Schuldenlast zu leiden haben: und macht ihnen das Leben erträglich(er). Das private Insolvenzverfahren zwingt zu Sparsamkeit und Rücknahme liebgewordener Gewohnheiten – aber es zwingt niemanden an den Bettelstab. Viele Hartz IV-Empfänger und ältere Menschen müssen mit sehr, sehr viel weniger Geld auskommen.

Ziel erreicht - RSB erteilt

Verfasst von Douglas am 22.04.2009

Es ist geschafft: gestern kam der Beschluss über die Restschuldbefreiung. Irgendwie schon merkwürdig, dass die Sache nun zu Ende ist. Mir fehlen zwar noch die Schlussabrechnung des Treuhänders und dementsprechend auch die Zahlung der "Durchhalteprämie", aber das wesentliche Ziel ist erreicht.

Ganz sicher bin ich mir zwar nicht, ob die sich Bank noch wegen des einen Kreditvertrags, bei dem meine Frau damals als Studentin gebürgt hatte ("ist eine reine Formsache, muss nur unterschreiben", dazu gab's keinen persönlichen Kontakt und auch keine Risikoaufklärung), aber ich denke, die Sittenwidrigkeit ist so offenichtlich, dass sie es nicht wagen werden. Auch wenn ich jetzt mit ihnen durch bin.

Ein dickes Dankeschön an alle Mitarbeiter des Forums! Sowohl Antworten auf eigene Fragen als auch das Lesen der übrigen Beiträge haben mir oft weitergeholfen. Spende geht heute raus.

An alle noch Zweifelnden: Lasst das Verfahren durchführen! Ihr werdet wieder ruhiger schlafen, der Weg zum Briefkasten ist keine Qual mehr und es gibt eine überschaubare zeitliche Perspektive.

Geschafft!RSB Erteilt!

Verfasst von Furchtlos am 19.04.2008

Ich war einer, der Mitte 1999 schon die Anmeldung gemacht hatte, und dann in 2000 bei der SB war. Pech für mich. Denn "damals" wurde die Wohlverhaltensperiode bei ABSCHLUSS des Insoverfahrens begonnen - das war im November 2002! Dann 5 Jährchen - und im November 2007 war ich dann durch - dachte ich. Doch ein Gläubiger konnte und wollte nicht einsehen, daß 13 Jahre alte Titel auch wertlos sein können und beauftragte einen Anwalt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Das war natürlich völlig umsonst, denn die RSB war mir nicht zu nehmen. Schließlich hatte ich in 2000 sofort einen Job angenommen und bis zum Ende fleißig abgedrückt, sowie keinerlei Mogeleien begangen.
Aber immerhin - durch diese Aktion verzögerte sich die RSB um einige Monate, insgesamt etwa 5 nach Ablauf der WVP.
Dennoch - ich bereue nichts, es war richtig, und ich bin nur wieder ein "freier" Mann. - Und werde NIE wieder Schulden machen. Man braucht sie nicht.
Also Leute - diejenigen unter euch, die es richtig machen: Haltet durch & laßt euch nicht entmutigen!!! Denjenigen, die aber nur weiter Kreditsklave, Kreditkarteninhaber oder sonstwas sein wollen, wünsche ich viel Glück - Ihr werdet`s brauchen!
Eine Schuldenfreiheit ist sowas von herrlich- man kann es nicht beschreiben.

Endlich geschafft

Verfasst von Holgi50 am 04.02.2008

Es ist geschafft nach 6 Jahren, oder 2190 Tagen, oder 52.560 Stunden, habe ich die WVP hinter mir. Tja, wie fühle ich jetzt?
Nun ja, es wird für mich wahrscheinlich erst bewußt, wenn auf dem Lohnzettel keine Pfändung mehr steht.
Insgesamt hat mich diese Situation fast 10 Jahre gekostet. 1998 ging ich wegen Steuerschulden Pleite mit meiner Firma und lebte von Sozialhilfe damals. Das Insolvenzverfahren gab es aber erst 1999. Als ich mich dafür anmeldete, wüßte damals noch keiner was das für ein Gesetz war und mein Problem war meine ehem. Selbstständigkeit, da fühlte sich damals noch keine SB-Stelle in der Lage mich zu beraten. Bis ich eine, für mich, zuständige SB-Stelle gefunden hatte, war es dann schon Anfang 2001. Doch dann ging es recht fix und mein Inso-verfahren wurde am 4.Februar 2002 eröffnet. Da ja von diesem Zeitpunkt die WVP schon gilt, ist seit heute Nacht 0:00 Uhr meine WVP beendet. Und da ich meine Obliegenheiten auch alle erfüllt habe, dürfte der Gerichtsbeschluß über die Restschuldbefreiung auch bald kommen.
Es war schon eine harte Zeit für mich. Ich mußte mich um Arbeit bemühen, bekam aber nur Zeitverträge. Meine Beziehung ging dabei kaputt, weil ich mir keinen Urlaub gemeinsam leisten konnte und ich mußte ja wegen der Arbeit öfter umziehen als es mir lieb war. Das macht keine Beziehung lange mit.
Jetzt ist es aber geschaft und ich wünsche Allen hier, die das noch vor sich haben, alles erdenklich Gute. Es ist zu schaffen, auch wenn es ein sehr langer und steiniger Weg ist.
Mir hat dieses Forum in dieser langen und schwierigen Zeit sehr viel geholfen und auch in manchen Situationen den Rücken gestärkt oder mich auf den Teppich der Wahrheit zurückgeholt.
Dafür möchte ich mich beim ganzen Forum bedanken und bin sehr froh das es Euch gibt.

Hurra hurra hurra hurra hurra hurra hurra :-)

Verfasst von Köln5000 am 21.Dezember 2006

gestern gehe ich doch zu meinem Briefkasten und was sehe ich da: Einen Brief vom Gericht. Habe die RSB erhalten. Nach fast sieben Jahren ist es nun geschehen :-)
Auszug: ....wird dem Schuldner die RSB erteilt. Die Laufzeit der Abtretung und der WVP ist abgelaufen. Anträge auf Versagung der RSB wurden nicht gestellt. Dem Schuldner war daher die RSB antragsgemäß zu erteilen :-)
jaja ..ist noch ein Jahr anfechtbar ......weiss ich selber .-)
Hoffentlich werden noch viele andere hier auch diese Post irgendwann erhalten. ......


Danke an das Forum

Aus einem Feedback über unser Feedback-Formular vom 04.06.2006

Das Forum ist das Beste , was mir in meiner miserabile Lage passiert ist. Dank mehrerer Antworten an meine Fragen und Infos im Forum habe ich meine Inso gut vorbereiten können , es sind bis jetzt keine weitere Probleme auf mich zugekommen , ich bin zuversichtlich , daß ich die 6 Jahren überstehen werde . Danke an Admins für dieses Forum !

nur mal so danke

Verfasst von karin5 am: 28. Mai 2006

Hallo Ihr Lieben,
nach vielem, vielem lesen hier im Forum, auch viel "verwirrendes" ist es mir Dank eurer Beiträge und Links gelungen in meinem eigenen InsoChaos besser durchzusteigen. Weiß jetzt ganz genau, dass mein Verfahren aufgehoben ist und die RSB bis 04/09 läuft. Wurde aus den Schreiben vom Gericht nicht immer ganz schlau ...
Die vielen Stunden hier haben mir sehr viel gebracht. Das heißt noch 3 Jahre durchhalten dann ist es geschafft. Möchte mich ganz herzlich bei Euch bedanken und allen die noch vor der Inso stehen oder zweifeln Mut machen haltet durch ... auch wenn die Butter auf'm Brot am Monatsende knapp wird ... es lohnt sich!

Restschuldbefreiung erteilt !

Verfasst am: 19. Mai 2006

hallo, habe meinen ersehenten Beschluß erhalten:

Der Schuldnerin wird gemäß § 300 InsO Restschuldbefreiung erteilt.

Die Laufzeit der Abretungserklärung, das Amt des Treuhänders und die Beschränkung der Rechte der Gläubiger enden mit der Rechtskraft dieser Entscheidung.
Gründe: Der Schuldnerin ist antragsgemäß Rechtschuldbefreiung zu erteilen. Es sind keine Gründe für eine Verletzung von Obliegenheiten während der Wohlverhaltensperiode bekannt geworden und kein Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung gestellt worden.

Bis hierher war es ein sehr langer, schwerer und oft trauriger Weg. Die schlimmste Zeit war aber eindeutig vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens! Ich war sehr froh, als dieses Gesetz geschaffen wurde und freue mich, es nach 5 Jahren, 10 Monaten und einigen Tagen geschafft zu haben. (Eröffnung bis Befreiung)

Ihr schafft es auch, laßt euch nicht unterkriegen! Frado

NACHTEILE INSO

Verfasst am: 26. August 2004 22:58:01

Hallo Silvia,
Du hast hier im Forum geschrieben, "eine Inso hätte bei mir nur Nachteile..." Du hast Dich mit GV-Besuchen eingerichtet und siehst das als kleineres Übel. Warum hat die Inso für Dich Nachteile ???

An ALLE
Wann hat Mann/Frau bei einer INSO Nachteile ??? Hat hier jemand schlechte Erfahrungen mit der INSO gemacht??
Gruss Atina

Antworten:

Brummbär am: 27. August 2004
Ich bin im Insolvenzverfahren und habe für mich nur Vorteile erlebt, zwar keine materiellen, dafür aber lebenserhaltende.
Erschrecke nicht mehr bei jedem Telefonanruf, habe keine Angst mehr Briefe zu öffnen und zu lesen, kann einfach wieder Mensch sein und bin nicht mehr Gejagter.
Meine Cheffin und mein Chef haben zwar dumm geschaut, aber den Grund dann auch irgendwie verstanden.
Ich muss sagen, ich war vor der Eröffnung des Insoverfahrens wie ein flüchtendes Tier, hinter dem ein Raubtier her ist.
Nun bin ich im Gehege eingesperrt und bekomme genug um ordentlich zu leben. Mein Jäger hat begriffen, dass er mich bei lebendigem Leib nicht fressen kann und ich immer was für ihn übrig lassen muss, wenn ich zuviel zum fressen bekomme.

Geschaft am: 27. August 2004 09:41:52
Hallo,
Haben auch vor geraumer Zeit "Inso" beantragt. Alles ging super schnell. Vom ersten Besuch beim Anwalt (geht devinitiv schneller) bis zum Eröffnungsbeschluß knapp 8 Wochen! Unsere Treuhänder haben wir bloß einmal gesehen.
Wenn wir nicht selbstständig einen Termin bei unseren Treuhändern ausgemacht hätten , hätten wir sie wahrscheinlich noch nicht gesehen.
Ansonsten kann ich nur jedem raten der Überschuldet ist, in die "Inso" zu gehen. Manchmal schäme ich mich schon dafür, wie gut s uns jetzt geht.
Mit dem Arbeitgeber gabs auch nie Probl. Obwohl es uns freistand direkt an den Gläubiger zu zahlen, entschieden wir uns lieber dafür, das der Arbeitgeber die pfändb. Summe gleich abführt. Ist doch einfacher und übersichtlicher.
Auch eine Konto war kein Thema. Vielmehr haben wir unser altes Konto nie verloren. Der Berater meinte sogar, als wir ihn von der "Inso" berichteten, das das doch absolut OK ist! Da keine nervigen Kontopfändungen vorkommen. Das Konto wurde nur auf Guthabenbasis umgestellt. Wir hoffen das alles so weitergeht und eine Ende ist auch in absehbarer Zeit in Sicht. Obwohl es eigentlich egal ist, ob 5, 6 ,7 , oder 8 Jahre, das wichtigste ist, man kann in der Zeit gut leben und auch Geld zur Seite legen.

My.matrix am: 27. August 2004 10:39:54
servus.
ich habe durch die inso auch materielle vorteile, da das geld wieder reicht. ansonsten ist es fast langweilig. ich hab eh keinen großartigen streß mit vollstreckung, inkasso und so gehabt. aber mit dem recht guten und vernünftigen treuhänder tut sich praktisch nichts - außer einer monatlichen überweisung :)
ich kann mir nicht vorstellen, daß es wirklich nachteile bringt, in die inso zu gehen. ich glaube eher, solche aussagen muß man als ein wenig "neurotisch" einstufen. manche leute mögen es halt nicht, wenn ihnen jemand auf die finger gucken kann (treuhänder), auch wenn er es gar nicht unbedingt tut.
gruß
michael

Feuerdrachin am: 27. August 2004 14:24:09
Ich habe auch Inso und kann jetzt endlich wieder ohne Magendrücken und Übelkeit an den Briefkasten und ans Telefon.
Bei mir kam noch erschwert dazu das ich Beamtin bin und in ständiger Angst gelebt habe das ein Gläubiger in der Dienststelle auf der Matte steht. Es ist alles geregelt kein Chaos mehr welche Schulden du bezahlen kannst.
Wenn Probleme mit Erpressungen durch die Gläubiger auftauchen meldest Du es dem Verwalter und der regelt das.

Es war die schwierigste aber beste Entscheidung die ich getroffen habe

Gruß Birgit

Meine Geschichte vielleicht Hilfe für andere ...

Verfasst von Apollo am: 21. August 2004 15:11:59

Hallo,

ich möchte hier mal kurz meinen Leidensweg schildern da ich hier im Forum immer wieder lese wie Leute versuchen über dubiose Firmen die Probleme in den Griff zu bekommen.
Ich bin seit 15 Jahren verschuldet, habe eine Familie, zwei Kinder und seit 10 Jahren lebte ich immer von der Hand im Mund da ich alles Geld den Gläubigern in den Rachen gesteckt habe. Ich wollte so z.B. Kontopfändungen und Gehaltspfändungen vermeiden weil ich mich einfach geschähmt habe. Der GV kam seit Jahren fast wöchentlich. Die ganze Familie hat darunter gelitten da wir uns auch nie was leisten konnten. Im Frühjahr diesen Jahres kam sie dann doch die Kontopfändung. Auf einmal konnte ich noch nicht einmal das nötigste bezahlen geschweige den Essen kaufen.
Ich habe mich dann hier im Forum umgesehen und den Rechtsanwalt Schw*** gefunden. Wir führten ein sehr langes Gespräch, er übernahm ab sofort die Verhandlungen mit den Gläubigern. Plötzlich war mein Briefkasten leer. Was für ein Gefühl!!! Ich hatte keine Angst mehr die Post aufzumachen.
Zwar kündigte meine Hausbank mir nun das Konto und die Kredite, nahm mir das Auto weg war aber dabei trotzdem immer sehr korrekt und fair! Seitdem fahre ich mit dem Zug ins Büro. Na und? Ist sehr entspannend und bei den Benzinpreisen eh besser! Und ich wohne auch auf dem Land! Es geht!!!
Allerdings waren da immer noch die Inkasso-Trolls. Das sind die einzigen die nun anfingen zu "stänckern" in dem Sie meinem Arbeitger z.B. Fragebögen über mich schickten.
Nun kam das schwerste: Ich wollte mit meinem Chef reden da ich nichts mehr verheimlichen wollte. Oh Gott viel mir das schwer!!!
Aber er hörte in Ruhe zu und hatte VIEL VERSTÄNDNISS!!! Ich bot mir seine Hilfe an, sprach mit der Chefetage und der Rechtsabteilung so das alle wichtigen Personen informiert waren. Zum Schluss beglückwünschte er mich zu meinem Schritt in die Inso zu gehen!
Einige Wochen später kam wieder von diesen Inkasso-Vögeln ein Brief in Begleitung eines Gerichtsvollziehers in meine Firma. Nur jetzt wussten alle Bescheid. Unsere Rechtsabteilung nahm sich sofort der Sache an, fand auf dem Pfändungsbeschluss einen Formfehler und schickte den GV mit dem Schreiben wieder nach Hause! Und wir konnten alle darüber lachen :)
Morgen geht mein Inso-Antrag zum Gericht und es wird wohl zu einer gerichtlichen Einigung mit Stimmenersetzug kommen.
Mein Briefkasten ist immer noch leer und ich kann auch in der Firma mit erhobenen Kopf über den Flur laufen. Ich bin nicht stolz auf meine Schulden aber Sie sind da. In 6 Jahren sind sie weg aber schon jetzt kann ich und meine Familie wieder sehr gut leben.
Leute ich schreie es heraus: "ES GEHT MIR WIEDER GUT"!
Sucht Euch einen Anwalt oder eine Schuldnerberatung. Seit ehrlich, redet mit Eurem Chef. Dann seit Ihr den Inkasso-Vögeln um einiges vorraus denn dann können sie Euch nicht mehr unter Druck setzten!
Ein schönes Wochenende
Apollo


Die härteste Zeit meines Lebens überwunden

E-Mail von M.W. an das Forum vom 05.06.2004:

"Vielen Dank dass es durch Personen wie das Team des Forum-Schuldnerberatung die Möglichkeit gibt, sich auch im Internet, zu informieren und etwas über den Verlauf und die Hintergründe für Schuldner zu erfahren, da es leider immer weniger Gemeinden/ gem. Verbände gibt die die Schuldnerberatungsstellen unterstützen bzw. sich leisten können.

Da ich vor mehr als drei Jahren auch, durch Arbeitslosigkeit und Scheidung in diese Situation kam, bin ich froh, mich durch Ihre Webseite informieren und auch dann agieren konnte.

Ich hatte mehr als 80.000 € Schulden und bin durch Einmalzahlungen in Höhe von 22.000 €, dank meiner Geschwister und Eltern, da heraus gekommen. Im April ´04 habe ich mit Hilfe eines Ihre Musterbriefe (
Erledigung durch Einmalzahlung) den Schritt gewagt und nach drei wöchigen Zittern es geschafft mich restlos schuldenfrei zu bekommen. Die letzten Zahlungen ging vor drei Wochen an meine Schuldner raus und nun habe ich alle Mahnbescheide mit der schriftlichen Erklärung, dass auf den Rest verzichtet wird, meiner Gläubiger zuhause liegen und bin glücklich endlich wieder Schuldenfrei zu sein.

Vielen Dank für Ihre Arbeit die das Team investieren, leider gibt es viel zu wenige Menschen die sich in diesem Bereich so einsetzen, ich hoffe das vielen anderen durch die Arbeit von Ihnen allen auch geholfen werden kann und das diese die Hilfe auch annehmen.

Vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt das meine Gläubiger (5 Stück) dem so zugestimmt haben, jedoch bin ich der Meinung das, wer es nicht etwas versucht selbst zu lösen, auch nicht mit einer Antwort von der Gläubigerseite rechnen darf. Mehr als ein "Nein" hatte ich auch nicht erwarten können, mir wurde von allen Seiten ein Ja angeboten und ich bin darüber sehr glücklich und möchte nicht mehr da hin wo ich die letzten drei Jahre war, dass die härteste Zeit war, die ich bis her durch machen musste"


Die beste Entscheidung in meinem Leben

geschrieben von Der Glückliche am 05. Januar 2004 10:38:22

Ja ich möchte Euch ein wenig von mir Erzählen.

Ich wahr Selbständig(GBR)die Geschäfte liefen gar nicht schlech bis vor 3 Jahren.Es folgten dann 2 Jahre die gar nicht gut liefen aber Ich und meine Familie wir schraubten unseren Lebensstandart nicht runter. Die Schulden wurden immer mehr.
Neue Schulden um alte Schulden zu bezahlen die Banken wahren sehr großzügig. Wir lebten ganz einfach in einer Scheinwelt. Um uns herum glaubten alle wir hätten richtig Geld.HAHAHA Schulden über Schulden. Wir hatten sogar eine Eigentumswohnung aus Steuerlichen gründen und nicht zur Eigennutzung.
In derFamilie lief es immer schlechter weil die Probleme immer größer wurden.Meine Frau und ich schliefen Nachts kaum noch. Die Schulden wurden ja immer bis jetzt bedient aber zu lasten der Familie. Immer öfter hatten wir kein Geld mehr zum Einkaufen(Essen) aber einen Mercedes vor der Türe(Leasing)welch ein Wahnsinn!
Unsrere Schulden beliefen sich mittlerweile auf 250.000 Euro verteilt auf 9 Gläubiger.
Ich wußte nicht mehr ein noch aus,da kam im Fernsehen ein bericht über die Verbraucher Inso.
Am nächsten Morgen Erkundigte ich mich bei der Caritas SB nach einem Fachanwalt in unserer Gegend,Sie gaben mir bereitwillig Auskunft den bei Ihnen hätte ich erst nach 6 Monaten einen Termin bekommen.
1 Tag später hatte ich einen Termin beim Anwalt zur Beratung(120 Euro) 4Wochen später hatte ich einen Schuldenbereinigungsplan(Nullplan)das wahr Ende Januar 2003.
Der Hauptgläugiger lehnte diesen Plan sofort ab. Seit März 2003 bin ich und meine Frau im Inso verfahren.

Ich habe Heute einen Job(1500 Euro Netto).
Wir bekommen noch Kindergeld ca 300 Euro
Und wir bekommen noch Wohngeldzuschuss ca.90 Euro


Wir können keine Riesensprünge machen aber wir können Nachts wieder gut schlafen und wir haben immer Essen im Kühlschrank.
Seit 10 Monaten führe ich ein Konto auf Guthabenbasiss das hat es in meinem ganzen Leben noch nicht gegeben.
Die Verbraucher Inso hat meiner Familie und mir wirklich einen neuen Anfang ermöglicht.
In die Inso zu gehen WAHR DIE BESTE EBTSCHEIDUNG IN MEINEM LEBEN.

Eine Antwort eines anderen Users darauf lautete:

Verfasst am: 05. Januar 2004 11:03:18 Titel: Re: Die beste Entscheidung in meinem Leben

Guten Tag,

also Ihren Bericht war heute für mich Gold wert. Wir haben auch nochmals versucht alles in Eigenregie zu bewältigen. Aber dass ist garnicht mehr möglich.

Wir wollten zwar schon letztes Jahr in die Inso gehen, jedoch Ängste und falscher Charm haben uns davon abgehalten. Heute sehe ich durch das Forum vielens anderst und hat mich für unsere heute Entscheidungsfindung unheimlich gestärkt, den Schritt in die Inso nochmals zu wagen auch wenn wir uns da noch etwas Zeit lassen. Als wichtigen Punkt sehe ich heute, dass man Angstfrei in die Inso gehen muß auch in Bezug auf die Gläubiger, die mit Sicherheit aus Ihrer Sicht alles versuchen werden, um eine RSB zu verhindern (auch mit unfairen Mitteln).

Und heute denke ich auch, dass wir durch eine Inso, nichts zu verlieren haben und nur gewinnen können, gerade mit Aussicht auf unsere noch verbleibende Zukunft.

Nochmals danke für Ihren Beitrag das gibt zusätzlich Mut.

Gruß
bth


Das Jahr eines Schuldners - Danke Forum !

Geschrieben von Jack am: 25. Dezember 2003 12:45:43

Hallo zusammen !
Hätte nie gedacht, dass es soweit kommt ... Nach den ganzen Jahren harter Arbeit, kurz vor dem 40. Geburtstag wieder vor dem Nichts zu stehen ...
Genau vor einem Jahr, kurz vor Weihnachten mußte meine Frau ihr kleines Geschäft das wir mit viel Aufwand, Liebe und Geld aufgebaut haben , räumen. Ihre Selbständigkeit ist nach 3 Jahren entgültig gescheitert. Anfangs lief alles gut, nette Kundschaft, viel Lob, Annerkennung, voller Einsatz- 15,16 Stunden am Tag, ich ( bin sonst Berufstätig) und die 17-jährige Tochter haben fleißig mitgeholfen.
Ein Jahr später hat sich die mächtige Konkurenz ganz in der Nähe eingesiedelt, der Euro kamm, die Nachfrage sank und alles lief plötzlich bergab.Uns ist noch gelungen den Nachfolger zu finden, alle laufende Rechnungen bei Lieferanten zu bezahlen und am 31.12.2002 kam das Ende.Zurückgeblieben sind Schulden bei 3 Banken und dem Finanzamt (Einkommensteuer). Da ich mich bei den Banken für meine Frau verschuldet bzw. gebürgt habe hat die Pleite mich mitgerissen.
Insgesamt 33.000 € bei meinem Einkommen von 1.700 netto und 2 Kinder. Meine Gattin hat sofort eine Stelle gefunden und wir konnten noch bis Juli 2002 die Kredite bedienen, obwohl es verdammt schwer war. Leider ist im Mai 2002 der neue Arbeitgeber meiner Frau selber Pleite gegangen. Damit war uns klar-wir kommen nicht mehr weiter. Inzwischen habe ich einen Termin bei der SB erhalten. Am 21.05 sind wir hingegangen. Mensch, war das uns peinlich, ein "Info-Treffen" mit gleich mehreren betroffenen, ich dachte, ich sterbe ...
Nach dem ersten Termin bei der SB ging es aber schnell. Die GL wurden angeschrieben ( Forderungsaufstellungen ), außergerichtlicher Einigungsversuch durchgeführt und gescheitert, am 24.11.2003 die Anträge auf V-Inso beim AG gestellt und am 01.12.(ich) bzw. am 08.12 (meine Frau ) - Eröffnung des Verfahrens ! Das Amtsgericht hat auf gerichtlichen Einigungsversuch verzichtet.
Ein Wort zu den Gläubiger:
Das FA nach einem Gespräch mit uns und Ankündigung der Inso im Juni 2003 hat von den Vollstreckungmaßnahmen abgesehen. Die Citibank (ja, ich weiß - wer bei der Citi Schulden hat ist selber schuld) - hat nach der Zahlungseinstellung vielleicht 2 mal angerufen und 7 mal gemahnt. Meine Sparkasse hat mir mein überzogenes Girokonto gekündigt, dafür aber 2 Wochen später ein Guthabenkonto für uns beide (getrennt) eröffnet . Nur der kleinste GL ( 2000 €), bei dem die Gattin damals Kontokorrent hatte hat die Forderung sehr schnell tituliert und mit "Vollprogram " gestartet: Lohn,- Kontopfändung. Aber nur gestartet, weil inzwischen mein Verfahren eröffnet wurde und der Treuhänder übernahm die Sache.
Wenn ich hier im Forum lese, wieviel Elend die Schuldner auf dem Weg zur Inso erleben müssen, wird mir schnell klar wieviel Glück wir im Vergleich zu den anderen gehabt haben.
Um nun mal zu erwähnen: Eine kompetente SB ohne lange Wartezeiten, die Hausbank, die als Gläubiger uns trotzdem ohne Probleme ein neues Konto gibt, mein Arbeitgeber - sehr verständnisvoll und kooperativ, der Rechtspfleger beim Amtsgericht - freundlich, hat das gepfändete Konto schnell freigegeben und noch paar wertvolle Tips gratis, schließlich der Treuhänder bei dem ich pfändbare Teile meines Gehalts selber zahlen darf.
UND DAS FORUM !!! Nicht nur jede Menge Infos,sondern was für mich sehr wichtig war - die Gewissheit, dass du nicht alleine bist, dass es so viele (leider !) Menschen gibt, die aus welchen Gründen auch immer in Abseits geraten sind. Das hat uns Kraft gegeben! Es ist immer noch verdammt schwer, das Ganze zu verarbeiten, das Gefühl ein Versager zu sein hat sich sehr tief eingeprägt.
Wir bedanken uns herzlich besonders bei Illjk, Bettina, Jo, Mühlentom, Boris_hb, RA.Schwarz und vielen anderen die meine Frage beantwortet haben. Sorry für den langen Beitrag, bin eingentlich kein mitteilungsbedürftiger Mensch. Hoffe dass vielleicht der Eine oder Andere aus diesem Beitrag ein bißchen Mut schöpfen kann.
Frohes Fest und alles Gute
Jack


Licht am Ende des Tunnels

Geschrieben von Holzwurm Holzwurm Rainer am 31. März 2003 15:00:08

Hallo zusammen,

trotz Krieg, Schulden, Scheidung und INSO, der Holzwurm sieht seit einem Jahr wieder das berühmte „Licht“ am Ende des Tunnels. Vor einem Jahr habe ich meinen Regel-Inso Antrag eingereicht und gewinne seit dem fast jeden Tag ein wenig Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein zurück. Endlich, nach 5 Jahre Schuldnerleben ist der Kopf und das Herz frei für die schönen Dinge im Leben.

Und deshalb..... hat sich der Holzwurm endlich getraut und seine langjährige (4 Jahre sind lang) Partnerin geheiratet. !!! Hurra !!!!

Also, seht Ihr, ohne EUCH hätte ich den Mut zur Inso und somit letztlich den Mut zur neuen Ehe wohl nie bekommen. Deshalb
Danke @ all

Euer Holzwurm


Danke Forum

Geschrieben von Werner am 28. Januar 2003 12:51:07

Hallo,

das Forum hat mich gut zwei Jahre unterstützt meinen Weg aus einer drohenden Überschuldung durch Aufgabe meiner Selbständigkeit zu finden. Ich hatte ca. 80000€ Verbindlichkeiten und habe mit meiner Bank einen Vergleich gefunden mittels Abtretung meiner Lebensversicherung (13000€) und einer Einmalzahlung von 10000€, die ich jetzt an einen anderen Darlehensgeber abzahle. Das Vergleichs-Schreiben stammt in Auszügen von dieser Seite. Dank kommender Steuerrückzahlungen an mich durch das Finanzamt werde ich diese Restverbindlichkeiten bald ablösen können.Und dann bin ich wieder schuldenfrei!

Ein sehr gutes Gefühl!

Das Forum hat mir dabei sehr viele wertvolle Hinweise bei der Erstellung des Vergleiches gegeben und in vielen kritischen Situationen mir moralische und praktische Unterstützung gegeben.

Also vielen Dank an die InitiatorInnen und die vielen "BeitragsschreiberInnen".

Gruß Werner


Erleichterung - Einfast normales Lebena

Geschrieben von miru am 24. Januar 2003 05:10:34

Hallo Ihr Lieben!

Mein Regel-Inso ist ja nun seit Anfang Dezember eröffnet. Schon das hat ja eine Menge Ruhe wieder zurückgebracht - keine Angst mehr, die Tür oder die Post zu öffnen und ans Telefon zu gehen. Ihr kennt es alle.

Durch Info's von Agnes bekam ich raus, dass ich noch Anspruch auf Arbeitslosengeld habe - habe ich heute sofort beantragt und schon vorab die Auskunft bekommen das es klappt. Auch da erst mal grosse Erleichterung, es kommt wieder Geld rein und die monatlich anfallenden Zahlungen sind möglich. Ein tolles Gefühl!

Mein Inso-Verwalter, der absolut nett und hilfsbereit ist, hat mit der Sparkasse eine Einigung erreicht, dass ich mein Auto (Sicherheitsabtretung wegen der Existenzgründungsdarlehen) gegen einen noch festzulegenden Betrag in Ratenzahlung übernehmen kann. Da ich zeitweise einen Rollstuhl brauche, bin ich auf das Fahrzeug angewiesen.

Und - das eigentlich schönste Geschenk des Tages war, dass schon der erste Anruf bei einer Bank bezüglich eines Guthabenkontos zum Erfolg führte. Bei der Bank waren sie sehr nett und ich habe jetzt ein onlinefähiges Konto. Mein Inso-Verwalter meint, ich solle ihm dann einfach den pfändbaren Anteil überweisen - ich bräuchte also bei einem eventuellen Arbeitgeber nicht mal die Inso angeben.

Am Ende des Bankgespräches habe wir dann gemeinsam meine Schufaauskunft angesehen. Ich habe 42 (!!!!) Einträge. Am Ende der Schlange standen so ungefähr acht Haftbefehle. Meiner Dame GV hatte ich mitgeteilt dass ich die Inso einreichen will und dass sie -falls sie mich vorher noch verhaften möchte wegen der e.V.- mir einen rollstuhlgeeigneten Platz besorgt und den Gläubigern den entsprechenden Vorschuss abverlangen soll.

Nun habe ich noch den Feststellungstermin, pikanterweise an meinem Geburtstag... und ich weiss, dass ich in fünf Jahren und elf Monaten schuldenfrei bin. Einfach toll.

Lieben Gruss an alle
miru


Raus aus dem Schlamassel ...

Geschrieben von mike am 20. Januar 2003 20:09:39

nochmals hallo zusammen,
nach mehr als zwei jahren habe ich meinen alten beitrag "entdeckt" und möchte jetzt einfach eine bestandsaufnahme machen:
also an meinen schulden hat sich nichts geändert. aber das ist das einzig wirklich negative was geblieben ist, damit kann ich inzwischen sehr gut leben...
nach zwei jahren ausbildung habe ich die prüfung gut bestanden. ausserdem wurde ich von meinem praktikumsbetrieb sofort übernommen (samstags prüfung - montags arbeitsbeginn)und das trotz meiner finanziellen vergangenheit, die ich offengelegt hatte. der job macht spass und über einen unbefristeten arbeitsvertrag kann man sich nicht beschweren...ich verdiene im moment 1670 euro netto (demnächst über 1750 euro) und liege damit genau an der grenze des pfändungsfreibetrags bei 3 unterhaltspflichtigen personen. 3 personen deshalb, weil ich vor 11 wochen nochmals vater geworden bin :-) und nun 2 leibliche kinder habe. durch die neuen pfändungsgrenzen kann ich endlich so leben, dass ich selbst beim notwendigsten nicht dreimal überlegen muss, ob wir es uns leisten können.
mit diesem posting will ich nur allen mutlosen sagen: gebt nicht auf, macht weiter, sucht euren weg, vor allen dingen akzeptiert eure situation - die zukunft lebt, die vergangenheit ist tot.

gruss mike


Gebt nicht auf sondern Gas !

Geschrieben von Kommzunix am 15. Januar 2003 21:42:47

Hallo,

nach einem Jahr Abwesenheit aus dem Forum möchte Ich allen nochmal Mut machen.

Bin seit 7.11.02 im Inso - der Weg hierhin hat fast 10 Jahre gedauert. (rund 400.000 € Schulden, gescheiterte Selbstständigkeit)

TH hat von einer Offenlegung beim Arbeitgeber abgesehen, darf monatlich selber überweisen. Mir bleiben monatlich noch ca. 1200 € als alleinstehender. Aber vor allem in 5 Jahren (altfall) Schuldenfrei. Nach 10 Jahren Verstecken, Schwarzarbeiten usw. endlich wieder halbwegs frei - kein GV, kaum Inkassobriefchen.

Ich glaube das ich sehr glücklich bin.

Also an alle, gebt nicht auf sondern Gas.

Viele Grüsse
Kommzunix


Ein Jahr Inso ... mein Leben danach ...

Geschrieben von Sanne am 31. Dezember 2002 11:12:15

Grüße Euch,

heute ist Sylvester.. da werde ich meistens nachdenklich und ziehe Bilanz.

Ein Jahr Inso liegt hinter mir. Was hat es gebracht; wie hat es mein Leben verändert?

Ich muss sagen, es war gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.

Mir geht es zum ersten Mal in meinem Leben richtig gut. Keine Angst mehr, zum Briefkasten zu gehen. Keine Angst mehr vor dem Gang zur Bank und die Befürchtung: „Bekomme ich heute noch Geld aus dem Automaten“. Kein Aufschrecken, wenn es klingelt.. könnte ja der nette GV sein.

Mein Leben ist so richtig schön spießig ruhig geworden. Ich habe zum ersten Mal Geld auf der Bank. Kann entscheiden, kaufe ich mir die nette neue Couch oder macht es noch die alte; lege ich es an.. oder gehe ich nach Herzenslust shoppen.. Kurzum, ich habe die MACHT!

Ist ein tolles Gefühl.

Ich bin ein ganz neuer Mensch geworden. Menno, was war ich doch früher eine „Konsum-Maus“. Jede Woche Friseur, teure Parfüms, Kosmetik, Klamotten ohne Ende.

Heute ist mir dieses „ist das jetzt nötig" in Fleisch und Blut übergegangen. Ich spare z. Z. fast 50 % meines unpfändbaren Gehalts. Nein Leute, ist kein Geiz, sondern ich glaube noch ein wenig die Existenzangst. Angst, plötzlich ohne Geld dazustehen. Vielleicht schaffe ich es mit der Zeit, dies auch ein wenig lockerer zu sehen.

Noch sechs Jahre Inso. Ich habe keine Angst mehr davor.

Sicher, hab ich genau wie Ihr auch, hier und da noch meine Alltagsprobleme. Aber ich fühle mich stark.

Ich werde es schaffen und Ihr auch!

Einen guten Rutsch wünsche ich Euch

Sanne


Schöne Weihnachten!

Geschrieben von Zauberer am 23. Dezember 2002 16:33:31

Hallo liebe Gleichgesinnte und Freunde!!!

Ich möchte mich bei allen nochmals recht herzlich bedanken für die Superunterstützung, die Ihr hier für mich und zig Andere geleistet habt! Ich bin seit einiger Zeit ja Nutznieser (im wahrsten Sinne des Wortes - hatschi) dieses Forums und seitdem ich dieses Forum regelmäßig genutzt habe, habe ich auch weniger Angst vor der Insolvenzzukunft!
Letzte Woche habe ich einen Zeitungsbericht gelesen, aus welchem hervorgeht, dass die Insolvenzen in meiner Heimatstadt um ca. 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind! Und in meiner Heimatstadt leben ca. 250.000 Menschen! Im Vorjahr waren es ca. 400 Betriebe, welche in die Inso gegangen sind, heuer werden es über 1000 sein! Eine erschreckende Entwicklung! Jungunternehmen, sowie Alteingessene .... Ich möchte mich auch besonders nochmals bei Agnes (die immer so taff gegen Willkür der Banken kämpft), rgffz (der mir über den Columbusantrag hinweggeholfen hat) und orlando (der immer sehr gute Beiträge leistet)und selbstverständlich bei den Anderen, die ebenfalls unermüdlich mit Rat und Tat zur Seite stehen (auch wenn die Fragen zum 300sten Mal auftauchen)und denjenigen, welche das Forum ins Leben gerufen haben und betreiben - vielen Dank und schöne Weihnachten!

Zauberer und Zauberin


@Redaktionsteam, Forenmaster und Co.: Weihnachtsgrüsse

Geschrieben von Günne am 17. Dezember 2002 10:33:16

Liebes Redaktionsteam,

das Jahr neigt sich dem Ende zu, es wird ruhiger und der Resturlaub ist endlich in Sicht.

Das ganze Jahr über habe ich Eure Seite genutzt und oft weiterempfohlen. Manchmal habe ich, der das Internet ansonsten allenfalls mal zur Bahnauskunft oder für Kochrezepte nutzt, mich über den einen oder anderen Beitrag und seinen üblen Ton gewundert. Zuweilen wurdet Ihr auch für Euer Tun - oder auch Unterlassen - angemeckert. Nehmt es Euch nicht so zu Herzen, ich bin jedenfalls schwer beeindruckt, was Ihr alles leistet, größtenteils in Eurer Freizeit.

Ich, und auch viele meiner Klienten, bin mit Eurer Seite höchst zufrieden. Ich kann hier viel lernen, die Seite ist eine meiner wichtigsten Informationsquellen. Ich habe auch den Eindruck, dass sie schon vielen SchuldnerInnen geholfen hat, wieder Mut zu finden.

Ich wünsche dem ganzen Redaktionsteam UND den ForenmasterInnen UND den sonstigen HelferInnen UND dem Sponsor UND allen KollegInnen UND allen ihren Lieben eine schöne und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Anfang im neuen Jahr.

Ich hoffe sehr, dass Ihr so weitermacht wie bisher,

beste Grüsse aus Montabaur,

Günne


Offenes Wort

Geschrieben von Endlich frei am 08. Dezember 2002 21:15:40:

Hallo an alle die dieses Forum als evtl. letzte Möglichkeit sehen, aus der Schuldenfalle heraus zu kommen.

Ich habe vor 3 Jahren das erste mal dieses Forum besucht, und damals aus Frust alle Beiträge gelesen. Ich hatte zu dieser Zeit einen Schuldenberg von über 270.000 € !! Dies enstand durch eine fehlgeschlagene Selbständigkeit. Ich war rastlos und voller Sorge, denn die MB, Mahnungen, Inkassobriefe, GV etc. kamen täglich bei mir rein. Was folgte war eine EV und mit den Nerven am Ende. Mein erstes Kind war 2 Jahre und genau zu dieser Zeit wurde mein zweites geboren. Wir hatten manchmal Tage gehabt, wo ich nicht wußte woher das Geld fürs Essen zu bekommen.

Durch dieses Forum und der Hilfe die ich hier erhielt, durch viele nette Menschen und gute Beiträge ( u.a. Heiko, Peter uvm), habe ich es geschafft durch Vergleiche und andere Verhandlungen, jedoch ohne Inso., die Schulden auf nahezu null zu bringen. Dies hat exakt 1,5 Jahre gedauert. Ich bin Schuldenfrei! In exakt 12 Monaten ist auch dann die 3 Jahres Frist der Schufa abgelaufen. Schufa ist dann auch sauber.

Ich habe durch dieses Forum täglich meine Kraft erhalten, denn ich habe gesehen und gelesen, daß ich nicht alleine bin; vielmehr das es ein Gesellschaftsproblem ist.

Heute geht es mir gut... und deshalb, nach fast 1,5 jähriger Abstinenz von diesem Forum, möchte ich zurückkommen und mich bedanken. Gleichzeitig möchte ich allen den Mut zusprechen und die Kraft wünschen, Ihre finanziellen Probleme gelöst zu bekommen.
Steckt nicht den Kopf in den Sand! Seid stark und geht auf die Problem zu! Nur so werdet Ihr sie auch gelöst bekommen. Es geht nicht ohne euer zutun...

Vielen Dank nochmals an dieses Forum...wer weiß wo ich jetzt wäre, wenn es euch nicht gegeben hätte....geben würde.

Herzlichst


Bin durch ... Danke!!!

Geschrieben von Dicker am 30. November 2002 00:46:39:

Hallo,

seit Donnerstag hab ich nach schwerem Kampf endlich die letzte Zusage zur außergerichtlichen Einigung bekommen.

Das ganze hat nun 8 Monate gedauert und verdammt viele Nerven gekostet.

Selbst die SB hat nicht mehr an die AEV geglaubt, aber ich habe aufgrund der Ratschläge aus diesem Forum weitergemacht und selber (in Absprachen mit der SB) weiter verhandelt. Ich habe immer daran gedacht, daß ich nach 6 Wochen Intensivstation dem schwarzen Typen von der Liste geprungen bin, werde ich auch das noch hinkriegen.

An alle, die mir geholfen haben, HERZLICHEN DANK!

Dicker


Notwendig und wichtig - Die Arbeit der Schuldnerberatung!!

Im Oktober des 2000 stand ich noch vor einem Schuldenberg von 52.000 Euro. Ich glaube, wie es dazu kam, daß ich mich in den Jahren 1996 bis 2000 total überschuldete, spielt hier nur eine sekundäre Rolle. Eine Bekannte vermittelte mich zu einer Schuldnerberatung in Südhessen. Das erste Beratungsgespräch mit einer Bestandsaufnahme meiner Verschuldungssituation fand im November 2000 statt. In vielen weiteren Sitzungen erarbeitete ich mit meinem Berater eine Strategie, wie wir die Sache so lösen können, dass ich wieder eine Perspektive für meine Zukunft habe. Dies im einzelnen hier zu erläutern, würde den Rahmen sprengen. Ich will hiermit diejenigen ermuntern, die Angst, oder besser keinen Mut haben, den Weg zur Schuldnerberatung zu gehen. Mir hat dieser Schritt zu einem neuen Start in ein fast Schuldenfreies Leben verholfen.

Mit Hilfe eines Resozialisierungsfonds (einer Stiftung * siehe unten) bekam ich einen Kredit von 5.000 Euro. Mit diesem Geld hat mein Berater einen Vergleich aufgestellt (dies war soweit ich das als Laie beurteilen kann ein, finanzmathematisches oder wie man das auch immer nennen will, Meisterstück). Mit diesem 10%tigen Vergleich sind wir an meine 5 Gläubiger herangetreten, und, man glaubt es kaum, diese haben nach zähen Verhandlungen dem Vergleich zugestimmt.
Toll fand ich es auch, daß mein Berater mich an dieser ganzen Geschichte aktiv mitarbeiten ließ d.h. es war von vorne herein vereinbart, dass wir uns die Arbeit teilen würden. Ich erledigte einen bestimmten Teil des Schriftverkehrs, so dass meine Gläubiger mitbekommen haben, daß ich selbst etwas dazu beitrage, damit ich meine Schulden, wenn auch nicht im vollem Umfang, jedoch innerhalb von realistischen "Maßstäben" wieder gut machen kann. Die Berechnung des Vergleiches so wie die Hauptverhandlungen mit den Gläubigern erledigte er.
Wie gesagt, der Vergleich kam zustande, die Gläubiger wurden direkt von der Stiftung ausbezahlt, ich zahle die 5.000 Euro in monatlichen Raten zu 125,-- zurück. Und, ich habe wieder eine Zukunft.

Meinem Schuldnerberater, der hier nicht genannt werden möchte, danke ich auf diesem Wege nochmals recht herzlich für seine erstklassige Arbeit und die dadurch gegebene Hilfe. Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, aber ich will hier noch einmal betonen, dass die Schuldnerberatungen gerade in der heutigen Zeit, sehr wichtige und notwendige Arbeit leisten. Ich möchte Sie ermuntern so weiter zu machen, und denjenigen, die es betrifft, möchte ich sagen, "geht hin, lasst euch helfen, denn, hier ist falsche Scham fehl am Platz".

26.10.2002

Klaus, Heppenheim


* es gibt sogenannte Stiftungen oder Fonds (in meinen Fall die Marianne v. Weizsäcker Stiftung) für verschiedene Personengruppen z.B. ehemals Drogenabhängige oder auch Straffällige, die, da diese Personen bei keinem Geldinstitut mehr Vertrauen genießen, billige Kredite (unter Auflagen) vergeben um damit den genannten Personenkreisen die Reintegration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Stiftungen sind viel zu wenig bekannt und werden nach Meinung meines SB auch viel zu wenig genutzt. Dies vielleicht auch als Anregung an alle Beratungsstellen, Ihre Klienten mehr zu hinterfragen, damit diese Möglichkeiten solcher Stiftungen noch mehr genutzt werden können.


Bin durch


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Geschrieben von Frank am 27. Juni 2001 20:43:39:

Hallo Forum,

Ich wollte nur mitteilen, daß ich mich mit meiner ex-Hausbank auf einen aussergerichtlichen Vergleich einigen konnte ! :-)) Dem Forum möchte ich nun meinen herzlichsten Dank aussprechen !! Meistens hat ja das Lesen der Beiträge ausgereicht, und natürlich ein ordentliches Durchackern dieser Superseiten, um auf einen passabelen Wissensstand zu kommen ! Ach noch was : Einen klasse Job habe ich auch wider erwarten ziemlich schnell gefunden--nach gut 3 Jahren Selbstständigkeit ! Also nochmal Danke, und allen viel Glück und Durchhaltevermögen!

Jetzt habe ich es geschafft, hurra und ich lebe noch!!!


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Geschrieben von Lisa Marie am 06. Juni 2001 10:54:08:

Hallo an alle

heute bekam ich einen Anruf von meinem Anwalt.
Alle 13 Gläubiger haben dem außergerichtlichen Schuldenregulierungsplan zugestimmt. Also, habe jetzt nur " noch " 18.000,- Schulden.

Fange jetzt im Juli mit meiner Rückführung an und bin dann in 7 Jahren Schuldenfrei. Endlich geht es mir wieder besser, hatte die letzte Woche einen ganz schönen Durchhänger, weiß garnicht warum, oder doch?

Also, auf einen weniger sorgenvolles Leben. Aber eines muß ich immer wieder betonen, ohne Euch hätte ich es niemals geschafft.

Danke an alle (...)

Alles liebe Eurte

Lisa Marie


Mein Weg durch die InsO

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Geschrieben von Frauke am 6.7.2000:

Text: Hallo,
ich grüße alle lieben Menschen, die mir auf meinen Bericht und meine Fragen "Insolvenzverfahren - der moderne Pranger" geantwortet haben.
Es gibt Tage, da sieht man nur graue Wolken. An einem solchen Tag, habe ich Euch geschrieben und siehe da, heute geht es mir etwas besser.
Vielen Dank. Auch freut es mich, daß Eure Antworten sehr unterschiedlich ausfallen, dann kann man verschiedene Aspekte betrachten.
Ich möchte Euch mitteilen, wie sich mein Insoverfahren zur Zeit entwickelt:

Da meine Zahlungsunfähigkeit in der Zeitung veröffentlicht wird, habe ich es lieber meinem Arbeitgeber vorher mitgeteilt.
Es hat super reagiert und empfahl mir, umgehend einen Rechtsanwalt aufzusuchen der auf Insolvenzrecht spezialisiert ist, da ich ja nichts mehr zu verlieren habe.
Gesagt, getan.
Mein Ziel ist ein außergerichtlicher Vergleich!!!

Der Anwalt hat umgehend Verhandlungen mit dem Hauptgläubiger (Bank) aufgenommen, da bei einem Vergleich mehr Geld aus meiner Abfindungssumme zu verteilen wäre, wenn der Insoverwalter nicht benötigt wird. Außerdem bin ich nach der großen Verteilung der Abfindung nicht mehr pfändbar. Jetzt liegt alles bei der obersten Geschäftsleitung der Bank. Mal sehen wie sie entscheidet.

Außerdem hat er Beschwerde beim Amtsgericht eingericht, da beim gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan eine schriftliche Ablehnung der Gläubiger erfolgen muß.

Ob die Beratungsstelle gleichzeitig einen Antrag auf Zustimmungsersetzung mit dem SBP eingereicht hat, kann ich zur Zeit nicht sagen.
Ich warte noch auf Antwort der Beratungsstelle.
Das Gericht hat mich auf jeden Fall nicht auf dieses Rechtsmittel aufmerksam gemacht. (Muß es wohl auch nicht).

Der Anwalt meinte, ich solle jetzt etwas Geduld haben, in den nächsten Tagen wird sich alles entscheiden.
Die Bestattungskosten solle ich nicht von der Abfindung bezahlen, da mein "Vermögen" zur Zeit verwaltet wird und mir die Bezahlung dann negativ ausgelegt werden kann. Wenn das Insolvenzverfahren nicht zu verhindern ist, kann ich beantragen die Kosten davon zu bestreiten, sagt der Anwalt.

Mal sehen wie sich alles entwickeln wird. Hoffentlich habe ich nichts falsch gemacht.
Für die Rechtsanwaltkosten "kommt notfalls" mein Arbeitgeber auf.

Wenn es jetzt außergerichtlich nicht klappt, werde ich das Insolvenzverfahren weiter führen müssen. Ich habe zwar noch viele Fragen an Euch bezüglich des Verfahrens, aber zur Zeit auch die große Hoffnung, daß es noch zu einem Vergleich kommt.

Wenn Ihr noch Infos braucht, oder etwas zu diesem Verfahren wissen möchtet, laßt es mich wissen. Ich würde mich freuen.
Frauke

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Die InsO macht spaß!!!!!!!!!!!!!! :-)))


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Geschrieben von Heiko am 22. März 2000 16:04:37:

Leute ich habe wieder einen Anruf gekriegt, der Mut macht.

Meine Klientin ist durch einen Zustimmungsersetzungsbeschluß Ihre Schulden los geworden. Quote 1,6% Schulden über 100.000,- und Vergleichssumme DM 2.000,-

Sie ist die 5. ehemals Selbständige die trotz gegenwehr des Finanzamtes jetzt ihre schulden los ist.

Deswegen Kopf hoch. IHR WERDET ALLE SCHULDENFREI !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ohne die InsO wäre das nicht möglich, weil das Finanzamt immer nein sagt. Wenn aber die Mehrheit der Gläubiger zustimmt, nach Kopf- und Forderungsmehrheit, dann kann das Gericht das Finanzamt und die anderen Gläubiger überstimmen.

Machts gut (bis montag, da ich mich fortbilden muß)

Gruß Heiko

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Vielleicht kann ich ja Mut machen ...



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Geschrieben von Dietmar am 21. März 2000 22:55:49:

Ich selbst habe aufgrund gescheiterter Existenzgründung Anfang 1999 das Insolvenzverfahren beantragt. Vor Kurzem erhielt ich den Bescheid: Es konnte ein Vergleich erzielt werden, der mir genügend Luft zum Leben läßt. Das Erstaunliche ist, daß vorherige Vergleichsangebote von mir selbst immer an 1 - 2 Gläubigern scheiterten. Diese pfändeten Konten und Gehalt, machten mich dadurch zahlungsunfähig und ließen die Vergleiche mit den anderen Gläubigern dadurch platzen. Kaum ließ das Ganze übers Gericht, konnte man diese per Zustimmungsersetzung zur Teilnahme am Vergleich verpflichten. Diese Kleingläubiger haben nur einen Anteil von ganzen 3 % an der Gesamtsumme und hatten trotzdem alles sabotiert. Aber egal, ich bin jetzt in spätesten 6 Jahren schuldenfrei.

Natürlich muß ich mich einschränken, aber ich habe dabei durchaus positive Seiten ausgemacht:

- Eigenes Auto ist nicht mehr; ich fahre jetzt Bahn, das ist sogar billiger und streßfreier. Täglicher Mehraufwand 1/2 Stunde gegenüber dem Auto. Wäre mir früher nie eingefallen.
- Urlaub ist auch nicht mehr. Dafür bringe ich jetzt im Urlaub mein Haus und den Garten auf Vordermann, spiele mit den Kindern und habe festgestellt daß Spaziergänge auch sehr schön sind.
- In die Kneipe gehts auch nicht mehr; dafür lade ich mir Leute ein oder lasse mich einladen. Macht mehr Spaß, kostet keinen Führerschein und hat keine Sperrstunde.
- Ich bin viel öfter in meinem Verein; da werd ich gebraucht und hab auch ohne viel Geld meinen Spaß.
- Nebenher betreiben meine Frau und ich ein kleines Geschäft; so verdienen wir uns was dazu und Spaß macht das auch, trotz mehr Arbeit.
- Ich habe festgestellt, daß man ohne Rauchen leben kann und noch viel Geld spart

Um nicht mißverstanden zu werden: Ich will nicht das "Schuldnertum" verherrlichen ! Aber ist es nicht wirklich so, daß man sich auf das Wesentliche beschränken kann ? Will sagen, wer nicht jede Mode mitmacht, nicht immer das Neueste haben will und auch mal auf was verzichtet braucht weniger Geld und macht dann auch keine Schulden !

Ich habe vielleicht eine bessere Ausgangssituation als viele andere Schuldner; ich habe einen guten Job, mein Nebenerwerb läuft ganz gut, und meine Frau steht wie meine übrige Familie zu mir. Ich habe auch immer zu meinen Schulden gestanden ! Denn ich habe niemanden umgebracht, ich habe einfach nur Mist gebaut. Wenn man das ehrlich zugibt und auch nach außen vertritt erwirbt man sich Respekt. Auch gegenüber meiner Bank wahr ich stets ehrlich; es ist nun mal so und kann nicht geändert werden. Ich hatte vielmehr das Gefühl, daß die Banker meinen Willen zur Schuldentilgung positiv bewerteten.

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, daß der feste Wille zur Tilgung seiner Schulden der beste Weg ist aus dem Dilemma rauszukommen.

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Das 1. Frankfurter Insolvenzbaby ist da!

Geschrieben von Claus Triebiger am 18. Oktober 2001

Hallo,
als Beispiel dafür, wie "scharf" doch ein Insolvenzverfahren sein kann, eine kleine hübsche und froh stimmende Geschichte: In die Beratung kam einmal ein relativ junges und sehr nettes Paar. Sie waren sehr niedergeschlagen, etwa 500.000 DM Schulden wegen einer gescheiterten Immobiliengeschichte (die übliche Sache: Steuerabschreibemodell mit einer Bruchimmobilie). Wir redeten über mögliche Perspektiven, über die Wünsche dieses Paares. Sie sagten, sie hätten nichts lieber als ein Kind, würden aber dem Kind ein Leben mit Gerichtsvollzieher nicht zumuten wollen und so lieber darauf verzichten.
Nun gut, als Berater hat man ja nun gewisse Möglichkeiten. Ich erzählte empathisch und trocken zugleich, was denn das InsO-Verfahren so an Möglichkeiten bietet, und was es vor allen Dingen rechnerisch für eine mögliche junge Familie heißt, die Wohlverhaltensperiode zu durchlaufen. Heraus kam, dass mit einem Kind und einer Mutter, die zuhause bleibt und nach InsO-Recht auch zuhause bleiben darf, dem Vater nur noch etwa zehn Mark gepfändet werden können. Bislang hatte dieses Pärchen monatlich etwa DM 800,00 abgedrückt.
Sie konnten es nicht fassen, man kam gut ins Gespräch, einpaar Tassen Kaffee, dann begannen sie das erste Mal zu lachen, dann zu lächeln, sich anzulächeln und so flogen sie hinaus, aus dem Büro.
Neun Monate gab es ein Kind mehr in Frankfurt, ich denke ohne diese Beratungsstunde gäbe es dieses Kind heute nicht, insofern ist es durchaus ein richtiges, echtes Insolvenzbaby.
Das Verfahren läuft gut und planmässig. Wenn das Kind eingeschult wird, dürfte die Sache gelaufen sein.
Das ist doch was, oder?
Will sagen, man soll sich seine Perspektiven nicht nehmen lassen, durch Schulden, die Verschuldungssituation lässt sich meistens durch entsprechende Maßnahmen mildern oder ganz beseitigen. Hat gut getan, diese Nachricht.
Claus

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