Guten Morgen liebe KollegInnen,

eine Klientin suchte uns auf und hatte einen interessanten Fall.

Bei einem geplanten (und somit auch geplatztem) Vertragsabschluss erfuhr sie, dass die ING DiBa noch eine Forderung von ca. 700,00 € bei der SCHUFA gemeldet hat.

Eine Selbstauskunft zeigt diese, - weitere offenen Forderungen sind nicht dort nicht benannt. die Klientin versichert keine (weiteren) Schulden zu haben.
Sie kann sich an keinerlei Beitreibungsmaßnahmen von Seiten der ING DiBa erinnern und wäre ohne den o. g. Vorgang auch in dem Glauben geblieben Schuldenfrei zu sein.
Sie teilte uns mit dass die Forderung aus den frühen 2000'er Jahren und der inzwischen geschiedenen Ehe resultiert. Der Ex-Ehemann habe diese durch eine gescheiterte Selbständigkeit verursacht und ihres Wissens nach ein Insolvenzverfahren hinter sich.
Eine angeforderte Forderungsaufstellung (selbstverständlich mit vorsorglicher Einrede der Verjährung) bestätigt, dass die letzte Zahlung im November 2004 getätigt wurde. Außer Zinsen sind keine Forderungsposten (z.B.: Für Beitreibungsmaßnahmen) benannt.

Also selbst mit Berücksichtigung einer 10 jährigen Hemmung ist die Forderung meines Erachtens nach eindeutig verjährt. dies habe ich auch der Bank mitgeteilt und warte auf Antwort. Möglicherweise sind wir da erfolgreich, aber mich würde interessieren, was wäre zu tun, wenn ein Gläubiger zwar keine Maßnahmen gegen einleitet, aber weiterhin ihre verjährte Forderung jährlich bei der Schufa meldet.

Besser gesagt was man tun kann um Gläubiger oder Schufa zur Löschung zu zwingen, wenn der Gläubiger unberechtigt meldet. Wäre eine negative Feststellungsklage ein Weg? Oder...?

Vielen Dank und ebenso viele Grüße

Elektro